Das Auswärtsspiel unserer SWD Powervolleys am Samstagabend bei den Volleyball Bisons in Bühl hatte ungewöhnliche Geschichten, wechselhafte Eindrücke und am Ende einen sehr wichtigen Sieg zu bieten. Unsere Mannschaft setzte sich nach einem Duell, das viele Nerven kostete, mit 3:2 durch und holte sich mit den zwei gewonnenen Partien angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz den für die Playoffs so wertvollen vierten Tabellenplatz zurück.

Schon beim Rundgang durch die Stadt waren sie an allen Ecken zu sehen: viele Japanerinnen, die eigens aus ihrer asiatischen Heimat angereist waren, um einen Mann in Aktion zu erleben, nämlich Masahiro Yanagida, den Angreifer der Volleyball Bisons. 70 Fans aus Japan waren am Abend in der Halle. Auf der anderen Seite des Spielfelds standen die Moskitos, zunächst ohne Trommeln. Dieser Anblick war für den Oberfan und Trommler des Bühler Fanclubs so überraschend, dass wir nach einem Gespräch entgegen der ersten Anweisung des einheimischen Teammanagers doch unsere Schlaginstrumente einsetzen durften. Danke dafür!

Was wir dann sportlich zu sehen bekamen, war zunächst sehr erfreulich. Unsere Mannschaft musste wegen der Grippewelle auf den Cheftrainer Stefan Falter und Zuspieler Stijn d’Hulst verzichten, präsentierte sich aber auch mit Co-Trainer Justin Wolff und dem zweiten Regisseur Gilles Braas sehr gut. Die Mitte war dicht, Yanagida kam kaum zum Zug. Unsere Jungs führten von Beginn an und brachten den Vorsprung bis zum 25:21 durch.

Danach schienen sie alles zu vergessen, was sie zuvor richtig gemacht hatten. Im zweiten Satz zeigten sich große Lücken und Wackler im Dürener Spiel, die Bühl ausnutzte, um die Kontrolle zu übernehmen. Nun funktionierte ziemlich wenig bei unserem Team, das entsprechend in Rückstand geriet und den Satzverlust mit 22:25 nicht verhindern konnte. Auch der dritte Satz war kein erfreulicher Anblick. Das unruhige Spiel setzte sich fort und auch relativ viele Aufschlagfehler verhalfen Bühl zu Punkten. Letztlich ging der Satz mit 19:25 verloren. Nach dem starken Auftakt sah es nun eher nach einer klaren Niederlage statt einem sicheren Sieg aus.

Doch unsere Jungs reagierten. Sie erhöhten das Risiko, aber damit auch den Druck auf den Gegner. Damit kamen sie zurück ins Spiel. In der Mitte des vierten Satzes erspielten sie sich eine deutliche Führung, weil Marvin Prolingheuer das Duell der Spieler mit der Nummer 8 zu seinen Gunsten drehte und Yanagida wieder etwas in den Schatten stellte. Mit einem 25:21 ging es in den Tiebreak. Der Entscheidungssatz strapazierte dann noch einmal alle Nerven. Unsere Mannschaft begann schlecht, lag drei Punkte zurück. Aber kämpfen können die Jungs ja, vor allem wenn es wichtig ist. Eine dramatische Schlussphase schlossen sie mit einem 17:15 ab. Da platzten die Emotionen heraus und die Jungs stürmten wild auf die Bande zu, hinter der die Moskitos standen. Was für ein wechselhaftes Spiel! Was für ein wichtiger Sieg!

Die Alpenvolleys verlieren 0:3 gegen Berlin, Herrsching 1:3 in Friedrichshafen und Lüneburg mit 1:3 in Frankfurt. Diese Ergebnisse bedeuten in Verbindung mit unseren beiden gewonnenen Punkten, dass der vierte Tabellenplatz wieder den SWD Powervolleys gehört. In den verbleibenden drei Spielen der Hauptrunden wollen wir diesen Platz nicht mehr abgeben, auch wenn es bis zum Ende spannend bleibt.