Im bisher bittersten Spiel dieser Saison flogen unsere SWD Powervolleys vor einigen Wochen aus dem DVV-Pokal. Die Netzhoppers KW-Bestensee, die uns damals nach einer Dürener 2:0-Führung noch besiegten, schafften am Mittwoch einen weiteren Coup nach dem gleichen Muster im Pokal-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Berlin. Damit war schon klar, dass das Bundesliga-Heimspiel am Sonntagabend eine sehr schwierige Aufgabe für unsere Jungs sein würde. Doch diesmal zeigten sie, dass sie auch Comeback-Qualitäten haben. Nach zweimaligem Satzrückstand meldeten sie sich jeweils zurück und setzten sich im Tiebreak durch.

Rafał Murczkiewicz brachte in der Startaufstellung mit Zuspieler Eric Burggräf und Libero Ivan Batanov junge Leute aufs Feld. Da war wieder zu sehen, wie breit und gut besetzt der Dürener Kader in dieser Saison ist. Leider lief es im ersten Satz noch nicht rund. Die Netzhoppers machten viel Druck im Aufschlag und schafften auf dieser Grundlage auch starke Angriffe. Unsere Mannschaft bekam diesen starken Gegner zunächst nicht in den Griff. Der Satz ging deutlich mit 16:25 verloren.

Comeback Teil 1: Die SWD Powervolleys glichen mit dem umgekehrten Satzergebnis aus. Dabei war es zunächst wieder harte Arbeit, denn bis zum 15:14 blieben die Netzhoppers hartnäckig dran. Dann hielt ihre Defensive nicht mehr und unsere Jungs erzielten reihenweise Punkte, bis der zweite Satzball das 25:16 brachte.

Der dritte Satz begann erneut mit einem 1:4-Rückstand. Schnelle Antwort auf Dürener Seite, gekrönt von Sebastian Geverts Ass zum 5:4. Doch der Rückstand war schnell wieder da. In der Mitte des Satzes wurde der erfahrenere Zuspieler eingewechselt, die Angriffe mit Tomáš Kocian-Falkenbach und Gevert liefen wie gewohnt und die Hausherren arbeiteten sich auf 17:19 heran. Doch mit den Aufschlägen von Karli Allik, der schon mal das Powervolleys-Trikot trug, ließen sich die Netzhoppers den Satz nicht nehmen. 19:25.

Comeback Teil 2: Unter dem Druck der drohenden Niederlage gelang unserer Mannschaft ein schneller 5:1-Vorsprung. Blair Bann stand jetzt auf dem Feld und die Netzhoppers hatten nun ein Problem, weil sie unseren Libero nicht mit ihren Aufschlägen in Schwierigkeiten bringen konnten. Beim 17:12 sah es richtig gut aus. Doch die Gäste zeigten erneut, dass man sie nie unterschätzen darf. Beim Stand von 20:19 mussten wir nochmal zittern, bevor die SWD Powervolleys mit einem 25:22 den Tiebreak erreichten.

Da beruhigten sie die Nerven zunächst mit einem 3:0-Vorsprung. Doch dann war es wie immer, die Netzhoppers meldeten sich zurück. Glücklicherweise gingen wichtige Punkte an unser Team, ein langer Ballwechsel zum 9:8, ein starker Block von Lucas Van Berkel, der an seinem Geburtstag MVP wurde zum 11:9. Erster Matchball verschlagen. Murczkiewicz greift zu einem ungewöhnlichen Mittel und nimmt zwei Auszeiten direkt hintereinander. Es klappt. Der nächste Ballwechsel ist erfolgreich und der Sieg mit dem 15:13 vollendet.

Mit Zuschauern vor Ort hätte die Arena spätestens jetzt getobt. Immerhin konnten wir dieses spannende Spiel wieder in einem hochwertigen Livestream verfolgen. Danke an Jaromir Zachrich und seinen heutigen Co-Kommentator Stefan Maschke (DTV-Jugendtrainer) für die gute Begleitung!

In der oberen Hälfte der Bundesliga-Tabelle ist es jetzt richtig eng geworden. Friedrichshafen, Berlin und Herrsching mit jeweils 15 Punkte vorne, auf dem vierten Platz stehen nach dem vierten Heimsieg unsere SWD Powervolleys mit 14 Punkten, dahinter der bisherige Tabellenführer Bühl mit 13 Zählern. Herrsching und Bühl sind unsere nächsten Gegner, jeweils auswärts. Es bleibt sehr spannend.