Sie können auch auswärts gewinnen. Das haben unsere SWD Powervolleys am Samstagabend im Bundesligaspiel bei der SVG Lüneburg bewiesen. 3:1 haben sie diese Partie gewonnen und damit den ersten Auswärtssieg der Saison geschafft. Wir Fans brauchten vor dem Bildschirm zeitweise starke Nerven, konnten uns aber letztlich über den nächsten Erfolg freuen.

Als wir noch vor Ort dabei sein durften, haben wir in den letzten Jahren viele spannende und schwierige Spiele in der sehr kleinen Gellersenhalle erlebt. Diesmal wurde es im ersten Satz schon spannend. Es ging bis kurz vor Schluss munter hin und her. Keine Mannschaft schaffte zunächst mehr als zwei Punkte Vorsprung. Doch die Kommentatoren im Stream, darunter der Ex-Dürener Matthias Pompe, hatten nicht zufällig darauf hingewiesen, dass Sebastian Gevert zuverlässig punktet. Mit ihm am Aufschlag gelang unserem Team die entscheidende Serie von 19:18 zum 22:18. Der Satz ging mit 25:20 an Düren.

Zu Beginn des zweiten Satz blieben unsere Spieler u.a. mehrmals am Block von Lüneburgs Dalton Solbrig hängen und mussten einen 1:5-Rückstand verkraften. Sie meldeten sich jedoch sofort zurück, gingen selbst 12:8 in Führung. Nun schienen sie das Spiel unter Kontrolle zu haben. Dann brachte Stefan Hübner auf Lüneburger Seite mit Lindberg, Krage und Dervisaj neuen Schwung ins Spiel der Norddeutschen. Aus der Dürener 20:14-Führung wurde noch ein 22:22-Ausgleich. Trotzdem verhinderten die Gastgeber den zweiten Satzgewinn der SWD Powervolleys nicht – 25:23.

Auch im dritten Satz machten die Lüneburger nach einer Dürener 6:3-Führung unserer Mannschaft das Leben schwer. Sie schafften den Ausgleich und es ging wieder hin und her wie im ersten Durchgang. Dann drehte die SVG ein 17:18 aus ihrer Sicht in ein 21:18. Den Lauf konnten unsere Jungs nicht mehr stoppen und sie mussten den Satz mit 22:25 abgeben.

Im vierten Satz gab es einen weiteren Rückstand zu verkraften. 8:10 stand es da. Erinnerungen an das verlorene Pokalspiel bei den Netzhoppers wurden wach. Jungs, jetzt nicht wieder alles verspielen! Diesmal hatten sie die Nerven und das Spiel jedoch besser im Griff. Fünf Punkte in Folge drehten das Spiel und beruhigten die Fans. Beim 22:16 sah es endgültig gut aus, bevor Lüneburg, das sich mit schwachen Aufschlägen selbst Probleme bereitet hatte, erneut herankam. Bis auf einen Punkt schmolz der Vorsprung zum 23:22. Doch wenig später die Erlösung – 25:23 für Düren, Auswärtssieg geschafft!

Die Spitzengruppe der Bundesliga ist heute richtig umfangreich geworden, auch weil Berlin das Topspiel in Friedrichshafen am Nachmittag mit 0:3 verlor und das Überraschungsteam aus Bühl die erste Niederlage einstecken musste. Es bleibt spannend. Am Sonntag, 29. November geht es weiter mit einem Heimspiel in Berlin gegen die Netzhoppers. Revanche lautet dabei das Stichwort.