Am Sonntag gab es nicht den erhofften zweiten Sieg unserer SWD Powervolleys gegen Berlin in dieser Saison. Trotz der 2:3-Niederlage in der Hauptstadt bot unsere Mannschaft über weite Strecken der Partie eine starke Leistung gegen den deutschen Meister. Durchhaltevermögen mussten an einem chaotischen Wochenende auch einige Moskitos haben.
Eiskalt erwischt
Glück hatten die Moskitos, die die halbe Woche in Berlin verbrachten. Sie kamen dem Chaos mit Schnee und Eis zuvor, das das Wochenende in Deutschland prägte und die Deutsche Bahn zum Totalversagen brachte. Ein paar Moskitos kamen dadurch nicht am Samstagnachmittag rund 24 Stunden vor dem Anpfiff an, sondern konnten erst während des laufenden Spiels die Max-Schmeling-Halle betreten. Zum Glück wurde das Spiel keine schnelle Angelegenheit, sondern ein Kampf über fünf Sätze, sodass auch die meisten Nachzügler den größeren Teils des Spiels nicht nur auf dem Livestream am Handy, sondern auch noch vor Ort verfolgen konnten.
Sportlich abgeliefert
Egal ob vor Ort oder aus der Ferne: Direkt im ersten Satz konnten wir sehen, dass unsere Jungs an den Erfolg aus dem Hinspiel anknüpfen wollten. Sie lieferten einen großen Kampf, hielten den Spielstand ausgeglichen. Drei Punkte Rückstand drehten sie und den zweiten Satzball verwandelten sie zum 26:24. So muss man das im Topspiel machen.
Der zweite Satz verlief ähnlich stark, wieder mit einem aufgeholten Drei-Punkte-Rückstand, allerdings auch einem kleinen, aber entscheidenden Schönheitsfehler. Denn nach einem 24:22-Vorsprung machte unser Team leider keinen Punkt mehr, verlor also 24:26 und verpasste eine große Chance, die BR Volleys so richtig unter Druck zu setzen.
Absturz und Comeback
Mit einem mittlerweile gewachsenen Fanblock in der Schmeling-Halle bekamen wir anschließend für Düren erst mal nichts Gutes auf dem Spielfeld zu sehen. Unsere Mannschaft erlitt einen Einbruch, geriet schnell und deutlich in Rückstand. Berlin war nun so übermächtig, wie man es in den letzten Jahren schon oft von ihnen erlebt hat. 16:25, das war leider nix.
Im vierten Satz sah es ähnlich aus, aber diesmal mit umgekehrten Rollen! Stichwort Durchhaltevermögen. Nun ließen es unsere Jungs so richtig krachen, nahmen die Berliner vor allem am Anfang des Satzes so richtig auseinander. Beim 12:4 für Düren mussten die Gastgeber schon ihre zweite Auszeit nehmen. Danach schmolz der Vorsprung vorübergehend, aber es blieb deutlich. 25:18, was für ein starkes Comeback!
Nur ein Punkt, aber starke Werte
Mit dem 11:15 im Tiebreak reichte es leider nicht mehr ganz zum Sieg. Wie gut das Spiel unserer Mannschaft trotzdem war, zeigte anschließend auch der Blick auf das Statistikblatt. Die Jungs hatten mit 50% zu 42% als Team die bessere Angriffsquote, lagen bei den positiven Annahmen (57% zu 56%) hauchdünn vorne, hatten nur einen Blockpunkt weniger (6:7) und drei Asse mehr (7:4). Oder um es mit Robins Worten zu sagen: „Wir haben auch heute gezeigt, dass wir schwer zu schlagen sind, wenn wir gut spielen.“ Und wir freuen uns sehr, das mitzuerleben, egal wie kompliziert die Umstände nicht.
Direkt das nächste Topspiel
Kaum sind wir aus Berlin zurück, können wir uns auf Friedrichshafen freuen. Denn schon am frühen Mittwochabend geht es in unserer Arena gegen die Häfler. Unsere Jungs könnten dann mit einem Sieg einen ganz großen Schritt in der Tabelle machen. Aktuell haben sie als Tabellendritter fünf Punkte Vorsprung auf das Bodensee-Team, das sie also vorerst deutlich distanzieren könnten. Sportlich wird es erneut eine schwierige Aufgabe. Immerhin haben wir Fans am Mittwoch kein Problem, den Weg zur Halle zu schaffen.


