Wenn die eigene Mannschaft mit 0:2 Sätzen und 22:24 im dritten Satz zurückliegt, besteht nicht allzu viel Hoffnung, an diesem Tag noch einen Sieg zu sehen. Doch genau das wurde den Fans am Mittwochabend beim Heimspiel unserer SWD Powervolleys gegen die United Volleys Frankfurt geboten. Im letzten Moment verhinderten sie eine drohende 0:3-Niederlage und drehten das Spiel nach einem verrückten dritten Satz noch komplett.

Es ging gut los, die ersten beiden Punkte für Düren und unsere Jungs (mit Ivan Batanov anstelle des frisch gekürten Olympiateilnehmers Blair Bann und mit dem geheilten Michael Andrei) hielten den knappen Vorsprung lange. Erst beim 16:15 gab es die erste Führung für Frankfurt. Dann wurden daraus zwei Punkte Rückstand, die bis zum Schluss blieben. Der Satz ging mit 23:25 verloren. Schade.

Anschließend wurde es ziemlich unruhig. Bälle fielen auf den Boden, statt übers Netz gespielt zu werden. Unsere Mannschaft ließ den Gegner davonziehen, 3:8. Das sah in dieser Phase nicht gut aus. Im Laufe des Satzes bekamen die Jungs den starken Frankfurter Angreifer Yanagida besser in den Griff und verkürzten den Rückstand. Aber in der Schlussphase meldeten sie die Gäste zurück – 20:25. Der Wille war bei unserer Mannschaft erkennbar, die Leistung aber noch nicht gut genug.

Auch im dritten Satz gerieten sie in Rückstand. Doch nun wurde es ein hart umkämpftes Spiel. Düren wollte nicht verlieren und Frankfurt wollte das Duell nicht verlängern. Die Hessen hatten zunächst leichte Vorteile. Sie hatten dann auch Matchbälle, aber unsere Jungs kamen noch in die Verlängerung, u.a. dank Philipp Schumanns Aufschlägen. Jetzt wurde es richtig spannend. Es ging hin und her, als wollten die beiden Kontrahenten einen neuen Rekordsatz spielen. Mit 36:34 gewann Düren den Satz und alle Beteiligten in der Arena atmeten einmal tief durch.

Im vierten Satz nahm unsere Mannschaft den Schwung mit. Sie ging sofort in Führung und hatte den Gegner nun besser im Griff. Frankfurt blieb bis kurz vor Schluss dran, aber Düren setzte sich letztlich auf 25:21 ab. Tiebreak!

Rückstand Düren, Aufholjagd, am Ende erfolgreich. So lässt sich nicht nur das Spiel, sondern auch der Tiebreak zusammenfassen. Erst 5:8 aus Dürener Sicht, aber Tobias Brand leitete in diesem von den Youngstern geprägten Spiel die Wende ein. Aus dem 5:8 wurde ein 10:8 und schließlich ein 15:13. Das Comeback war vollendet!

Mit diesem Erfolg bleibt der vierte Tabellenplatz, den jetzt Lüneburg von Frankfurt übernommen hat, in Sichtweite. Drei Punkte ist er entfernt. Am Samstag bei den Netzhoppers und eine Woche später gegen Giesen geht es weiter. Dann können die Jungs weitere Punkte für die Aufholjagd sammeln.