Das war eine verdammt lange Negativserie: Seit Ende 2017 hatten unsere SWD Powervolleys nicht mehr gegen Herrsching gewonnen. Es ist eine erfreuliche lange Positivserie: Die SWD Powervolleys haben am heutigen Samstagabend ihren sechsten Bundesliga-Sieg in Folge geschafft. Mit dem 3:1-Erfolg auswärts bei den WWK Volleys endete also die schlechte Phase und die gute Reihe wurde fortgesetzt. Das Spiel hatte noch viel mehr zu bieten: einen harten Kampf auf beiden Seiten, krachende Aufschläge und leider auch zwei verletzte Spieler in unserem Team.

Damit ging es gleich los. Tim Broshog war wegen Krankheit erst gar nicht mit an den Ammersee gereist und bereits nach vier Ballwechseln war die Partie für Björn Andrae beendet. Er hat wohl irgendwas am Rücken, genaue Diagnose noch unklar. Tobias Brand kam für ihn ins Spiel. Dieses begann für Düren mit einem Rückstand. In der Mitte des Satzes gab es dann den unglaublichen Auftritt von Sebastian Gevert am Aufschlag. Er schlug ein Ass, dann noch eins, dann das dritte und sogar ein viertes. Viermal hintereinander ließ er es krachen, keine Auszeit konnte ihn in diesen Minuten stoppen. 17:14 lagen unsere Jungs dann vorne. Marcin Ernastowicz schaffte auch ein Ass zum 19:16. Die drei Punkte Vorsprung waren es am Ende des Satzes. 25:22 für Düren.

Über den zweiten Satz lässt sich leider nicht viel Gutes sagen. Unsere Mannschaft blieb am Herrschinger Block hängen oder die abgewehrten Bälle prallten gegen die niedrige Decke. Auch der zuvor so eindrucksvolle Aufschlag funktionierte nicht mehr und dann lief Blair Bann in einer Szene noch zu spät aufs Feld. 5:10, 13:20 und schließlich 19:25. Abhaken und weitermachen.

Der dritte Satz begann gut, 3:0 für unsere Jungs. Doch Herrsching blieb dran. Dann erzielte „Seba“ ein weiteres Ass zum 11:8 -.oder doch nicht. Tomáš Kocian-Falkenbach stand nahe des Netzpfosten, dort wo Johannes Tille den Ball für Herrsching retten wollte. Der Schiedsrichter entschied auf 10:9 statt 11:8. Den SWD Powervolleys war es egal, sie erhöhten auf 16:11. Dann hatten sie Probleme bei Aufschlägen von Herrschings Mantha. 17:16, nur noch ein Punkt Vorsprung. Vier Satzbälle gab es etwas später beim Stand von 24:20. Herrsching wehrte zwei davon ab. In dem Moment musste auch noch Blair Bann vom Feld, unser Libero war wohl umgeknickt. Seine Mitspieler retteten den Satzgewinn mit 25:23.

Im vierten Satz ging es hin und her und unserer Mannschaft gelang zunächst nur ein knapper Vorsprung. Doch Tobias Brand wurde immer besser, schaffte u.a. ein Ass zum 15:12. Danach verkürzte Herrsching, erneut mit Mantha-Aufschlägen, von 21:16 auf 21:20. Aber am Ende punktete wieder „Tobi“, der insgesamt auf 25 Punkte (und damit sogar zwei mehr als Sebastian Gevert) kam. Mit einem 25:21 beendete unser Team dieses sehr intensive Spiel.

Damit stehen unsere SWD Powervolleys momentan auf dem zweiten Tabellenplatz der Bundesliga. Doch das Ranking ist etwas schief. Berlin (18) hat einen Punkt, aber auch ein Spiel mehr als Düren (17) und Friedrichshafen (15) wiederum ein Spiel weniger als wir. Es bleibt also spannend. Nächsten Samstag spielen die Jungs in Bühl. Bis dahin wünschen wir Björn und Blair gute Besserung!