Die Bilanz unserer SWD Powervolleys in der diesjährigen Bundesliga-Saison wird immer eindrucksvoller. Am Samstagnachmittag konnte auch der TSV Unterhaching trotz einer anfangs starken Leistung unsere Jungs nicht stoppen. Diese haben nun 21 Sätze in Folge und damit sieben Spiele hintereinander jeweils 3:0 gewonnen. Während der Partie in Bayern war außerdem schon nach dem insgesamt 20. Satzgewinn nacheinander ein noch viel wichtigerer Erfolg abgesichert. Da die Berlin Recycling Volleys nur noch ein Spiel (nächsten Samstag gegen Herrsching) übrig haben, ist unsere Mannschaft am Ende der Hauptrunde nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Damit hat sie in den Playoffs weitere Vorteile mit Heimrecht in Entscheidungsspielen des Viertelfinales und eventuellen Halbfinales.

Das Spiel in Unterhaching war zunächst nicht so eindeutig, wie man es beim Aufeinandertreffen des Tabellenzweiten und des Schlusslichts vermuten konnte. Die Gastgeber spielten von Beginn an mutig und gingen 6:2 in Führung. Mit anfänglichen Rückstanden kann unsere Mannschaft umgehen, das hat sie in den letzten Wochen oft gezeigt. So war auch dieser Rückstand schnell ausgeglichen, doch beim 13:16 war schon die nächste Aufholjagd nötig. Wenig später hatten die Jungs beim Stand von 22:24 sogar zwei Satzbälle gegen sich. Nach einem Ass von Sebastian Gevert ging es in die Verlängerung und wir mussten noch einige Minuten zittern. Erst beim 34:32 war dieser überraschend spannende Satz entschieden. Einmal tief durchatmen.

Die Außenseiter wehrten sich auch im zweiten Satz noch hartnäckig. Auf die erste deutlichere Führung für Düren (12:8) folgte der Ausgleich zum 14:14. In der Crunchtime am Ende des Satzes starke Aktionen zeigen und davonziehen, ist auch etwas, was unsere Mannschaft in dieser Saison gut beherrscht. Deshalb sicherte sie sich den Satz mit 25:19. Damit hatte sie auch den noch benötigten Punkt für die Tabelle sicher, um Berlin die letzte Chance auf den zweiten Platz wegzunehmen.

Jetzt etwas locker lassen und die Hauptrunde gemütlich ausklingen lassen? Davon hielt unsere ehrgeizige Mannschaft überhaupt nichts. Im dritten Satz brach sie den Widerstand des lange Zeit stark kämpfenden TSV Unterhaching. Als der Dürener Vorsprung auf 14:6 anstieg, wuchs bei den Hausherren nur der Frust. Deutlichstes Zeichen dafür war die rote Karte für Roy Friedrich, der wütend gegen den Schiedsrichterstuhl trat. Haching schaffte noch eine Drei-Punkte-Serie von 9:17 auf 12:17 aus ihrer Sicht. Danach brachten die SWD Powervolleys auch diesen Satz ins Ziel. 25:18 hieß es am Ende. Kapitän Michael Andrei wurde bei seinem ersten Einsatz nach der Verletzungspause gleich als MVP ausgezeichnet.

16 Siege aus 20 Spielen bedeuten 49 Punkte in der Tabelle und das mit 52:18 Sätzen. Eine richtig starke Bilanz. Außer den drei verlorenen Partien gegen die Spitzenmannschaften Berlin und Friedrichshafen haben die Jungs in der Liga nur eine unglückliche Niederlage gegen Giesen kassierte. Besonders in Erinnerung bleiben die neun Siege in Folge in der Hinrunde und die aktuelle Serie mit sieben Mal 3:0 nacheinander. Wir sehen eine Mannschaft, in der es keine Stammsechs und ein paar Ergänzungsspieler, sondern eine durchgängig starke Besetzung gibt. Alle 14 Spieler im Kader haben Wesentliches zum bisherigen Erfolg in dieser Saison beigetragen. Nach dieser Hauptrunde können wir uns sehr auf die Playoffs freuen.