Was machen Dürener Volleyballspieler und ihre Fans am Karnevalswochenende? Richtig, sie fahren nach Brandenburg, wo das jecke Treiben ohne kölsche Tön stattfindet. Schließlich galt es, im Auswärtsspiel bei den Netzhoppers KW einen wichtigen Sieg einzufahren, um nach den letzten drei Niederlagen gegen hochklassige Gegner mal wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Unsere Mannschaft hat den Plan umgesetzt, auch wenn der Weg zum 3:0-Sieg etwas mühsam war. Alle drei Sätze wurden in der Verlängerung entschieden.

Zu Beginn des Spiels taten sich unsere SWD Powervolleys in der Landkost-Arena Bestensee etwas schwer. Der auf dem neunten Tabellenplatz notierte Gastgeber aus Königs Wusterhausen kämpfte hartnäckig um jeden Ball und hielt das Spielgerät immer wieder in der Luft. Sie setzten sich in der Mitte des ersten Satz auf 17:12 ab, während es unseren Jungs nicht so leicht viel, die Angriffe zu vollenden. Aber die lassen sich auch nicht von Rückständen beeindrucken. Nach einem 14:19 aus Dürener Sicht arbeiteten sie sich ins Spiel zurück, unterstützt von den sieben mitgereisten Moskitos. Unsere Mannschaft drehte die Partie, ohne dass der wieder einsatzbereite, auch nur für den Notfall bereitstehende Romans Sauss eingreifen musste. Sie behielt die Nerven, während den Netzhoppers jetzt mehr Fehler unterliefen. Daraus entstand ein 27:25 für Düren.

Der zweite Satz begann mit einer 5:2-Führung für unsere Jungs, die jetzt nach der erfolgreichen Aufholjagd vielleicht deutlicher dominieren würden. Nein, die Netzhoppers ließen nicht locker. Die Gastgeber blieben dran, glichen beim 13:13 aus, erspielten sich selbst einen knappen Vorsprung – und scheiterten am Ende wieder an den konzentriert auftretenden SWD Powervolleys. Wieder Verlängerung, wieder das bessere Ende für uns, diesmal 26:24.

Drei Aufschläge von Stijn d’Hulst, drei Punkte für Düren – so begann der dritte Satz. Das Spiel blieb aber auch in diesem dritten Abschnitt hart umkämpft. Die Führungen wechselten, aber unsere Mannschaft behielt die Kontrolle. Sie produzierte zwar den einen oder anderen Fehler, kam aber trotzdem beim 24:21 zum ersten Matchball. Diesen Matchball vergab sie dann ebenso wie die nächsten beiden Versuche. Es sollte einfach bis zum Schluss spannend bleiben. Dritte Satzverlängerung in dieser Partie und das nächste Déjà-vu für die Zuschauer in der Arena und daheim vor den Bildschirmen. Starke Nerven, starke Punkte, 27:25 für uns. Damit war der 3:0-Sieg vollendet.

Wie wichtig diese drei Punkte in der Tabelle sind, konnten wir anschließend beim Blick auf den Live-Ticker sehen. Der Ticker zeigte nämlich überraschende Zahlen beim 3:0-Sieg der Lüneburger gegen Berlin. Es bleibt sehr spannend in der Bundesliga. Am nächsten Samstag steht unsere Mannschaft vor der derzeit höchstens Hürde, die die Liga zu bieten hat. Dann wird der ungeschlagene Tabellenführer VfB Friedrichshafen zu Gast in der Arena Kreis Düren sein.