Es gibt diese Orte in der Volleyball-Bundesliga. Da fährt man immer wieder hin, versucht es und fährt mit nichts zurück. Friedrichshafen ist so ein Ort, bei dem unsere Mannschaften jahrelang auf den ersten und bisher einzigen Sieg warten mussten. Nun droht Frankfurt ein weiteres Beispiel zu werden. Am Sonntag misslang den SWD Powervolleys der nächste Versuch, dort einen Sieg zu feiern. Allerdings mussten sie auch unter schwierigen Voraussetzungen in das Duell um den dritten Tabellenplatz gehen. Dirk Westphal und Romans Sauss fehlten verletzt, Július Firkaľ war angeschlagen.

Im ersten Satz lief es trotzdem relativ gut. 7:8 bei der ersten technischen Auszeit, das hatten wir schon schlechter erlebt. Einen 8:12-Rückstand holten unsere Jungs auf und hielten den Satz bis kurz vor Schluss offen, ehe sich die Frankfurter mit 25:20 durchsetzten.

Auch im zweiten Satz ging der erste Punkt an uns. 11:8 führte unsere Mannschaft etwas später. Dann verletzte sich auf der anderen Seite Lukas Bauer (gute Besserung!) und das Spiel war unterbrochen. Werden die Frankfurter durch die unglückliche Szene nervös? Nein, im Gegenteil. Unruhig wurden die SWD Powervolleys, die nun den einen oder anderen Fehler zu viel produzierten. Der Satz kippte komplett zugunsten der United Volleys, die die Führung übernahmen und 25:22 gewannen.

Dritter Satz, erneuter Rückstand unserer Jungs. Na, das war’s wohl. Das geht jetzt wohl schnell in Richtung der nächsten 0:3-Niederlage. Nein, das wäre zu einfach gewesen, dachte sich wohl unter anderem Edvarts Buivids, der ab dem 9:12 für die Wende sorgte. Außerdem entdeckte unsere Mannschaft plötzlich den Block, punktete mit diesem bisher vernachlässigten Element zweimal zum 14:14. Jetzt lief es plötzlich. In der besten Phase des Spiels ging unser Team 20:16 in Führung und brachte ein 25:18 ins Ziel. Das war der erste Satzgewinn überhaupt in der Fraport-Arena. Na, also, geht doch! Weiter so!

Leider ging es dann im vierten Satz nicht so weiter. Nun überließ unsere Mannschaft dem Gegner wieder zu sehr das Spiel und vor allem dem United-Angreifer Lincoln Williams zu viel Platz. Von 7:8 auf 8:16 wuchs der Rückstand zwischen den beiden technischen Auszeiten. Diese 1:8-Serie verkrafteten unsere Jungs bei den personellen Problemen auf der einen Seite und dem starken Gegner auf der anderen Seite nicht mehr. Der Satz ging 20:25 verloren und damit das Spiel 1:3.

Die Bundesliga-Tabelle wird damit in der Mitte noch enger. Düren ist Vierter mit 23 Punkten, Herrsching Achter mit 20 Punkten, dazwischen stehen noch unser nächster Bundesliga-Gegner Alpenvolleys (21) sowie Lüneburg und Bühl (jeweils 20). Bevor unsere Mannschaft weitere Bundesliga-Punkte sammelt, gibt es am Mittwoch noch das Europapokal-Spiel. Eine gute Leistung gegen Ankara würde unabhängig vom Ergebnis neue positive Energie geben und die Unterstützung der Fans brauchen die Jungs in den nächsten Wochen auch. Wir sind bereit!