Alle Auswärtsfahrten dieser Saison waren bisher erfolglos, egal ob Lüneburg, Innsbruck, Friedrichshafen oder Berlin. Dass die SWD Powervolleys bisher trotzdem gut dastehen, verdanken sie ihrer einwandfreien Heimbilanz. Noch kein Gegner konnte sich in der Arena gegen unsere Mannschaft durchsetzen. Das sollte auch am Sonntagabend gegen die Volleyball Bisons Bühl so bleiben. Allerdings mussten wir sehr lange zittern, bis der vierte Heimsieg Realität wurde. Denn unsere Jungs setzten sich erst in einem knappen Tiebreak durch.

In der Endphase dieses Entscheidungssatzes kam Masahiro Yanagida an den Aufschlag. Er ist japanischer Nationalspieler und seit dieser Saison als Außenangreifer bei den Bühlern tätig. Nun zeigte er zum wiederholten Mal starke Aufschläge. Es stand 12:13 aus unserer Sicht. Doch dann die Erleichterung: Erst schlug der Japaner den nächsten Aufschlag ins Netz, dann folgten zwei Punkte für Düren. Mit dem 15:13 und insgesamt 3:2 war der Heimsieg gesichert.

Der Weg dahin war allerdings sehr mühsam und wechselhaft. Schon im ersten Satz zeigte Yanagida seine Stärken. Unsere Mannschaft bekam ihn und seine Bühler Mitspieler nicht in den Griff. Als die Gäste auf 13:9 davon zogen, verlor unser Team die Kontrolle über den Satz und musste ihn mit 19:25 abgeben. Nach dem Seitenwechsel lief es plötzlich besser. Unser Team fand langsam zu seinen Stärken zurück. Zugleich ließ der Druck des Gegners etwas nach. 8:5, 16:12 – das Spiel lief nun in die richtige Richtung, der Knoten schien geplatzt. Auch eine kleine Aufholjagd der Gäste änderte nichts daran, dass der Satz mit 25:22 an Düren ging.

Der Aufschwung hielt jedoch nicht lange an. Im dritten Satz kehrten die negativen Eindrücke aus dem ersten Durchgang zurück. Unsere Mannschaft hatte wieder Probleme mit der Bühler Offensive, geriet erneut deutlich in Rückstand. Sie bemühten sich, doch unseren Spielern gelang in dieser Phase zu wenig, um Bühl zu stoppen und den zweiten Satzverlust zu verhindern. 22:25 hieß es am Ende. Doch der Wechsel blieb beständig und so erlebten die Fans in der Arena eine weitere Episode der Serie „Gute Seite, schlechte Seite“. Als unsere Jungs wieder auf der anderen Seite des Netzes standen, spielten sie auch wieder besser. Sie kamen so gut in Schwung, dass dieser Satz so deutlich verlief wie kein anderer zuvor. 8:5, 16:10, 21:14 waren die Zwischenergebnisse auf dem Weg zum 25:18.

Tiebreak also und es wurde noch lauter in der Arena. Wir Moskitos hatten dabei an diesem Abend großartige Unterstützung belgischer Fans, die zum zweiten Mal in dieser Saison Stijn D’Hulst besuchten. Nach den vier wechselhaften Sätzen verlief der Entscheidungssatz von Beginn an ganz knapp und ausgeglichen. 8:7 führten unsere Jungs, aber die Bühler ließen sich nicht abschütteln. Letztlich wurde es dann eben ganz knapp, als Yanagida an den Aufschlag kam.

Vier Heimsiege in vier Heimspielen bringen unserer Mannschaft derzeit den vierten Platz in der Bundesliga. Bevor sie nächsten Sonntag in Solingen hoffentlich auch den ersten Auswärtssieg dieser Saison schafft, tritt sie am Mittwoch nochmal in der heimischen Arena – und zwar im CEV-Pokal. Zu Gast ist dann Abiant Groningen aus den Niederlanden.