Die letzten Tage waren für Dürener Volleyballfans schwer zu verkraften. Erst das knappe 2:3 in Innsbruck und vor allem am Mittwoch die vergebene Chance auf den Sieg im Pokalspiel bei den BR Volleys trotz 2:0-Führung. Da sollte jetzt ein möglichst klarer Heimsieg gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen her, um wieder in die Spur zu kommen. Das hat unsere Mannschaft am Samstagabend geschafft, auch wenn sie beim 3:0-Sieg am Ende zittern musste.

Die Netzhoppers sind rein sportlich betrachtet oft ein unbequemer Gegner. Sie gehören zwar nicht unbedingt zu den Spitzenmannschaften der Liga, können diesen aber das Leben schwer machen, weil sie hartnäckig kämpfen. Genau diese Situation erlebten wir im ersten Satz. Unsere Jungs spielten nicht schlecht, konnten sich aber keine klare Führung erarbeiten, weil die Gäste gut mithielten. Am Ende war es der minimale Vorsprung von 25:23, mit dem unser Team den Satz gewann.

Im zweiten Satz gab es hingegen schnell klare Verhältnisse, weil Romans Sauss seine Qualität beim Aufschlag zeigte. 5:1 für Düren – da waren die Gäste beeindruckt und verloren die Kontrolle über das Spiel. Unsere Jungs dominierten den Satz deutlich. Der Vorsprung wuchs schnell auf zehn Punkte und wir konnten uns ganz entspannt freuen. Ein paar Punkte machten die Netzhoppers dann noch, aber das 25:15 war ungefährdet.

Damit fehlte also nur noch ein Satz zum Sieg. Schaffen es die Jungs nach den beiden 2:3-Niederlagen auf ihrer langen Reise diesmal? Zunächst war der dritte Satz ähnlich ausgeglichen und mühsam wie der erste Teil des Spiels. Beim 17:14 für Düren sah es gut aus, doch plötzlich lag unsere Mannschaft 19:21 zurück. Wenig später stand es sogar 20:24. Okay, schade, der Satz ist weg. Oder nicht? Romans Sauss kam einen Ballwechsel später wieder an den Aufschlag. Es hätte keinen besseren Zeitpunkt dafür geben können. Denn er knallte einen Aufschlag nach dem anderen ins Feld der Netzhoppers. Unsere Jungs konnten dadurch alle Satzbälle der Gäste abwehren. Plötzlich stand es 24:24, die Arena war wieder laut und dann schaffte es unsere Mannschaft tatsächlich noch, diesen Satz zu gewinnen, nämlich mit 27:25. Was für eine Wende!

Das 3:0 war der dritte Heimsieg in Folge. Niemand konnte bisher einen Punkt aus unserer Arena mitnehmen, weder Berlin noch Frankfurt und auch nicht die Netzhoppers. Nur auswärts läuft es eben noch nicht – und da steht unserer Mannschaft am kommenden Samstag die nächste große Herausforderung bevor. Am 18.11. spielt sie nämlich am Bodensee gegen die einzige Mannschaft, die im Moment in der Bundesliga-Tabelle vor ihr steht. Der erste Auswärtssieg der Saison ausgerechnet beim VfB Friedrichshafen? Das wär schon etwas ganz Besonderes.