Bundesligaspiele in Österreich waren für uns bis zum heutigen Sonntag nicht besonders interessant. Das änderte sich nun, weil unsere SWD Powervolleys ein Bundesligaspiel in Innsbruck absolvierten, eine Partie der deutschen Liga wohlgemerkt. Möglich wurde dies, weil sich die Alpenvolleys eine Wildcard kauften. Aus sportlicher Sicht verlief diese ungewöhnliche Premiere für unsere Mannschaft leider unglücklich. Denn sie verlor das Duell in den Alpen nach starken Beginn mit 2:3.

Zunächst sah alles gut aus für unsere Jungs. Sie kamen mit einer schnellen Führung in den ersten Satz. Wie in den beiden erfolgreichen Heimspielen gegen Berlin und Frankfurt setzten sie den Gegner deutlich unter Druck und kamen so auf sechs Punkte Vorsprung. Auch ein kurzes Aufbäumen der Innsbrucker von 20:14 auf 20:17 wehrten sie souverän ab und gewannen den Satz mit 25:19.

Auch im zweiten Satz gingen sie zunächst in Führung, doch im mittleren Teil zwischen den beiden Auszeiten wurde der Spielstand knapper, ohne Vorteil für eines der beiden Teams. Mal 8:6 für uns, mal 16:15 für die Gastgeber. Auch in der Schlussphase blieb es spannend. Beim Stand von 22:24 wehrten unsere Jungs den ersten Satzball der Innsbrucker ab, doch beim zweiten gab der Schiedsrichter den Punkt mit einer Fehlentscheidung an Innsbruck. Unsere Mannschaft protestierte, doch der Satz war weg.

Im dritten Satz ging es zunächst hin und her. Dann zogen die SWD Powervolleys auf 11:7 davon. Ja, jetzt ging es wieder in die richtige Richtung. Innsbruck glich nochmal aus, doch das hielt unsere Mannschaft nicht auf. Sie stellte den Vorsprung wieder her und setzte sich letztlich mit 25:22 durch.

Ein Satz fehlte uns noch zum Sieg. Die Alpenvolleys hatten allerdings andere Pläne und zeigten dies im vierten Satz leider deutlich. Sie setzten unser Team jetzt unter Druck und erspielten sich eine 12:7-Führung. Dass unsere Jungs mal auf zwei Punkte heran kamen, änderte nichts an diesem Alpenrausch. 13:19, 14:22 – die SWD Powervolleys bekamen das Spiel in dieser Phase nicht in den Griff und mussten sich mit 19:25 geschlagen geben.

Tiebreak in Innsbruck – der entscheidende Spielabschnitt begann gut für unser Team, das die ersten drei Ballwechsel für sich entschied. Doch von den nächsten sieben Punkten gingen sechs an die Gastgeber. Unsere Mannschaft lag also wieder zurück und daran konnte sie leider nichts mehr ändern. Nach einem 10:13 holten sie sich die nächsten beiden Punkte, doch das war es dann auch. Mit einem 12:15 endete dieses dramatische Spiel.

Den beiden Heimsiegen stehen jetzt also zwei Auswärtsniederlagen gegenüber. Trotzdem sind sieben Punkte aus vier Spielen angesichts der kniffligen Aufgaben eine ordentliche Ausbeute. In drei Tagen steht unserer Mannschaft eine weitere schwierige Aufgabe bevor. In Berlin geht es dabei nicht um Punkte, sondern ums Weiterkommen im DVV-Pokal. Unsere Jungs reisen direkt weiter in die Hauptstadt. Wir bleiben optimistisch und drücken die Daumen. Es wäre doch besonders schön, den ersten Auswärtssieg der Saison bei unseren Freunden in der Max-Schmeling-Halle zu feiern.