Dass bei jedem Heimspiel viele Moskitos in der Arena Kreis Düren auftauchen, ist nichts Besonderes. Beim Heimspiel gegen die United Volleys Rhein-Main war aber plötzlich auch ein Dinosaurier in unserer Halle. Verantwortlich war dafür eine Gruppe aus Roeselare, die als persönlicher Fanclub unseres Zuspielers Stijn D’Hulst aus Belgien angereist war. Sie trugen auch einen großen Teil dazu bei, dass die Stimmung an diesem Sonntagnachmittag hervorragend war. Noch wichtiger war natürlich das, was unsere SWD Powervolleys zeigten. Sie schafften den ersten Satzgewinn gegen die United Volleys Rhein-Main und gewannen dann auch gleich das ganze Spiel mit 3:1.

Der Auftakt weckte schon Erinnerungen an den großartigen Sieg gegen Berlin. 8:4 für unsere Jungs – da war sofort das Gefühl, dass hier heute was möglich ist. Eine starke Aufschlagserie von Karlitzek brachte den Ausgleich von 9:9, aber das störte niemanden. Unsere Mannschaft hatte sich etwas vorgenommen und holte sich den Vorsprung zurück. Sie zeigte wieder ihre Stärken, die wir letzte Woche in Lüneburg vorübergehend vermisst hatten. Deshalb gewann sie erstmals einen Satz gegen die Frankfurter und zwar deutlich mit 25:16.

Die Euphorie in der Arena wurde kurz darauf heftig unterbrochen. Denn zu Beginn des zweiten Satzes zogen die Gäste mit 5:0 davon. Jetzt lief nichts mehr bei unserer Mannschaft und die Frankfurter holten mit Steuerwald und Williams einen Punkt nach dem anderen. Erst gegen Ende des Satzes gab es wieder einige gute Aktionen auf unserer Seite. Der Rückstand wurde geringer und vielleicht war da noch ein Fünkchen Hoffnung. Letztlich war der Satz aber mit 18:25 weg.

In den bisherigen Duellen hätten die Frankfurter uns jetzt wahrscheinlich aus der Halle geschossen. Aber diesmal nicht, denn heute war ja ein besonderer Tag der Premieren. Auf den Satzverlust reagierten unsere Jungs mit einer eigenen 4:0-Führung im dritten Durchgang. Da war die gute Stimmung schnell zurück in der Arena, denn die Hausherren dominierten das Spiel wieder, während die Gäste sich verunsichert präsentierten. 25:18 endete der zweite gewonnene Satz gegen Frankfurt.

Im vierten Satz der Partie lag unsere Mannschaft zunächst 5:8 zurück. Jetzt hätte alles wieder in die falsche Richtung laufen können. Aber nur theoretisch. Denn die SWD Powervolleys kämpften beharrlich um den Sieg. So wurde aus dem Rückstand eine 16:13-Führung, weil Stijn D’Hulst und der MVP Michael Andrei für wichtige Punkte sorgten. Die Arena trieb die Jungs immer weiter an. Gegen Ende des Satzes wollte der Schiedsrichter dem Gegner helfen. Aber auch von dieser Unruhe ließ sich unser Team nicht mehr aufhalten. 25:22! Da war er endlich, der erste Sieg gegen Frankfurt!

Zwei Heimsiege gegen Berlin und Frankfurt – das ist ein starkes Signal an die Liga. Die Ankündigung, dass in dieser Saison möglichst kein Gegner in unserem sportlichen Wohnzimmer gewinnen soll, haben unsere Jungs bisher eindrucksvoll umgesetzt. Weiter geht es nun erstmal auswärts, nächsten Sonntag in Innsbruck und drei Tage später beim Pokalspiel in Berlin. Dann werden wir sehen, wie stark sich Düren auch auswärts präsentieren kann.