Moskitos
Fanclub der SWD Powervolleys Düren

Unsere SWD Powervolleys gewinnen das Heimspiel gegen Herrsching mit 3:2 und einem 15:11 im Tiebreak. Diese Meldung alleine wäre nicht ungewöhnlich. Schließlich kennen wir die Bayern vom Ammersee aus den vorherigen Duellen als unbequemen Gegner ebenso wie die Heimstärke unseres Teams in der aktuellen Saison. Wie es jedoch am Mittwochabend zu diesem Endergebnis kam, konnte nach dem Spiel niemand so richtig erklären. Denn der Verlauf dieser wichtigen Partie war ziemlich ungewöhnlich. Eine 0:3-Niederlage rückte dabei bedrohlich nahe.

Die Herrschinger kamen besser ins Spiel, gingen im ersten Satz 8:5 in Führung. Unsere Mannschaft präsentierte sich ungewohnt unruhig. War es die Müdigkeit nach diesem anstrengenden Dezember? Jedenfalls fanden viele Dürener Aufschläge nicht das Ziel und insgesamt war das Spiel zu instabil, um die Gäste unter Druck zu setzen. So liefen unsere Jungs dem Rückstand hinterher und verloren den Satz mit 23:25.

Der zweite Satz begann ebenfalls mit einem 5:8. Doch nun schien unsere Mannschaft rechtzeitig zu reagieren. Sie spielte zwar weiterhin nicht gut, ging aber mit 16:14 in Führung. Kurz vor Schluss verspielte sie den Vorsprung durch einige Fehler und musste den Satz mit 24:26 abgeben.

Okay, zehn Minuten Pause. Jetzt den Kopf frei bekommen, neu konzentrieren und angreifen. Das konnte doch nicht so weitergehen, oder? Im dritten Satz fehlte unserem Team weiterhin die Sicherheit im Spiel. Kleiner Zwischensprint von 8:10 auf 13:11. Jawohl, jetzt aber! Nein, die Schwächen im Aufschlag und insgesamt blieben ein treuer Begleiter. Kurz vor Schluss waren es wieder drei Punkte Rückstand. Mit großer Mühe retteten unsere Jungs den Satz – 25:23.

Welche Reaktion würden wir jetzt bei beiden Mannschaften erleben? Auch im vierten Satz blieb es eine Zitterpartie für Düren. Führung bei beiden technischen Auszeiten, aber bei 25:24 hatte Herrsching seinen ersten Matchball. Abgewehrt! Auch die nächsten beiden Punkte gingen an unser Team, das sich damit in den Tiebreak rettete.

Nun wurde das Dürener Spiel allmählich etwas besser, zumindest im Vergleich zu dem, was wir an diesem Abend bisher erlebt hatten. Die eine oder andere erfolgreiche Aktion brachte unsere Mannschaft in Führung. Einige Minuten später war das außergewöhnliche Comeback dann endgültig erfolgreich. 15:11 für die Gastgeber und damit ein 3:2-Sieg.

Die Arena Kreis Düren bleibt somit in der gesamten Hinrunde eine Festung, auch wenn wir nun ganz nah an der ersten Heimniederlage der Saison waren. Jetzt können sich die Jungs über eine Pause freuen. Erst am 14. Januar in Berlin geht es weiter, aber dann geht es wieder richtig rund mit den Bundesliga-Duellen gegen die BR Volleys, Lüneburg, Frankfurt und die Alpenvolleys sowie dem Achtelfinale im CEV-Pokal gegen Ankara am 16. und 31. Januar.

Rund 350 Kilometer ist Groningen von Düren entfernt. Im Vergleich zu anderen Duellen, die im Europapokal möglich sind, ist das eine überschaubare Entfernung. Daher war es klar, dass einige Moskitos das Team am Donnerstagabend vor Ort unterstützen würden. Nach dem souveränen 3:0-Sieg im Hinspiel sprach zudem auch viel dafür, dass es im Martini Plaza für uns einen Grund zum Jubeln geben würde. Schließlich fehlten „nur“ noch zwei erfolgreiche Sätze zum Einzug ins Achtelfinale des CEV-Pokals. Unsere Mannschaft gewann auch zwei Sätze, allerdings auf viel spannendere und dramatischere Art als gedacht. Denn der zweite gewonnene Satz war erst der Golden Set. Dieser zusätzliche Entscheidungssatz wurde nötig, weil unsere Jungs die Partie mit 1:3 verloren.

Der erste Satz des Spiels nahm bereits einen unangenehmen Verlauf. Aus einem 8:7 wurde ein 9:16, weil unsere Mannschaft immer wieder am gegnerischen Block scheiterte. Die Groninger kamen in Schwung und holten sich den Satz mit 25:18.

Von diesem Rückschlag erholten sich die SWD Powervolleys schnell. Den zweiten Satz gestalteten sie ähnlich souverän, wie wir es zwei Wochen zuvor im Hinspiel erlebt hatten. Über 8:4 und 16:9 kamen sie zum 25:16. Marvin Prolingheuer schoss sich warm und ebnete den Weg zum Topscorer der Partie (33 Punkte).

Wer nun allerdings dachte, unsere Mannschaft hätte das Spiel im Griff, sah sich leider getäuscht. Denn ihr fehlte auch an diesem Abend die Konstanz. Obwohl sie zunächst 8:5 führte, fand sie keine Sicherheit. Groningen meldete sich zurück, übernahm die Führung und ließ sich auch von einer kurzen Dürener Aufholjagd zum 20:21 nicht davon abhalten, den Satz 25:23 zu gewinnen.

Der fehlende zweite Satzgewinn für Düren oder ein 3:1-Sieg für Groningen? Mit dieser Frage ging es in den vierten Satz. Lange sah es so aus, als könnte sich unsere Mannschaft durchsetzen, sie bei beiden Auszeiten deutlich führte. Doch die Niederländer kamen erneut heran. Beim Stand von 21:22 aus unserer Sicht sorgte dann eine Fehlentscheidung der Unparteiischen für Unruhe und brachte Groningen auf den Weg zum 25:22.

Die Gastgeber glichen mit ihrem 3:1-Sieg das Dürener 3:0 aus dem Hinspiel aus. Gemäß der Europapokal-Regeln stand nun also ein Golden Set, ein wie ein Tiebreak bis 15 Punkte gespielter Entscheidungssatz auf dem Programm. Die Zitterpartie erreichte damit ihren Höhepunkt und die Spannung blieb bis zum letzten Ballwechsel. 15:13 hieß es am Ende. Was für ein verdammt knapper und dramatischer Erfolg für unser Team!

Im Achtelfinale trifft Düren nun auf Ziraat Bankasi Ankara. Zunächst geht es Mitte Januar, kurz nach dem Berlin-Spiel in die Türkei, bevor zwei Wochen später das Rückspiel in unserer Arena stattfindet. Ob es dann auch wieder zu einem solch spannenden Höhepunkt kommen wird, wissen wir noch nicht. Klar ist jedoch, dass die Chance auf Moskitos beim Auswärtsspiel ziemlich gering ist. Schließlich ist Ankara rund 2600 Kilometer weiter von Düren entfernt als Groningen.

In Lüneburg, in Innsbruck, in Friedrichshafen und beim Pokalspiel in Berlin – überall wo unsere SWD Powervolleys in dieser Saison bisher außerhalb der eigenen Arena angetreten waren, gelang ihnen kein Sieg. Aber an diesem Sonntag sollte es endlich klappen mit dem ersten Auswärtssieg. Schließlich ging es zum sieglosen Tabellenletzten nach Solingen. Da war unsere Mannschaft klarer Favorit.

Im ersten Satz war die Rollenverteilung auf dem Spielfeld zunächst noch nicht so deutlich zu erkennen. Nachdem sich unser Team genauso wie das Dutzend angereister Dürener Fans durch den Schnee zum Spielort gekämpft hatte, verlief der Satz ausgeglichen. Die Bergischen Volleys, bei denen überraschend unser ehemaliger Spieler Ossi Rumpunen auftauchte, brauchen dringend einen Sieg und wehrten sich entsprechend, doch am Ende setzten sich unsere Jungs doch mit 25:21 durch.

Ab dem zweiten Satz wurde deutlicher, warum unsere Mannschaft als Favorit angetreten war. Mit starken Aufschlägen und Angriffen zwang sie die Solinger zu immer mehr Fehlern und der Spielstand entwickelte sich klar zu unseren Gunsten. Vereinzelte starke Angriffe der Gastgeber konnten den Dürener Lauf nicht stoppen. Mit 25:17 gewann unsere Mannschaft auch diesen Satz.

Nach der Zehn-Minuten-Pause wehrten sich die Bergischen Volleys nochmal etwas hartnäckiger und übernahmen die Führung. Als unsere Mannschaft den Punkt zum 6:7 erzielte, kam Karli Allik an den Aufschlag. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, was wir in den nächsten Minuten zu sehen bekommen sollten. Denn Karli schlug nicht nur ein Ass, sondern gleich mehrere. Auch seine anderen Aufschläge brachten den Gegner sehr durcheinander. Erst beim 18:7 landete sein Service im Netz. Was für eine Serie! Das Spiel war damit natürlich entschieden. 25:11 war das Endergebnis des dritten Satzes.

Am Geburtstag unseres Co-Trainers Justin Wolff, der lange in Solingen tätig war, konnten wir also den ersten Auswärtssieg dieser Saison feiern. Damit festigen die SWD Powervolleys den vierten Tabellenplatz. Eine Woche nach dem Sieg beim Schlusslicht geht es am nächsten Sonntag zum Tabellenvorletzten – der heißt TV Rottenburg.

Am Sonntag spielten unsere SWD Powervolleys in Tübingen beim TV Rottenburg. Die Moskitos, die zur Unterstützung des Teams in den Süden fuhren, steuerten zunächst jedoch Bühl an. Nein, kein Fehler, es war nicht die andere Bundesliga-Stadt, sondern ein gleichnamiger Tübinger Stadtteil mit einem schönen Gasthof. Unserer Mannschaft unterliefen später im Spiel tatsächlich ziemlich viele Fehler. Bevor die Partie sich jedoch komplett in die falsche Richtung bewegte, fand sie gerade rechtzeitig den Notausgang. So konnten wir uns trotz einiger verlorener Nerven über einen wichtigen 3:1-Sieg freuen.

Dabei sah das Spiel aus unserer Sicht zunächst richtig gut aus. Unsere Jungs knüpften an die Leistung der Solingen-Partie vor einer Woche an und setzten den Gegner so unter Druck, wie man es von einem Favoriten erwartet. Der Spielstand entwickelte sich dementsprechend schnell zu einer klaren Führung. 8:5, 16:8 und der Satz ging mit 25:16 an unser Team.

Aus vielen vorherigen Duellen mit Rottenburg in deren Halle wissen wir, dass es gefährlich wird, wenn man den TVR zu viel mitspielen lässt und das Publikum wach wird. Genau dieser altbekannte Fehler unterlief unserer Mannschaft im zweiten Satz. Der Druck auf den Gegner wurde schwächer und die Rottenburger übernahmen nicht nur die Führung. Sie gewannen den Satz am Ende auch mit 25:21.

Wir wissen nicht genau, was in der anschließenden Zehn-Minuten-Pause in der Dürener Kabine passiert ist. Aber es half ebenso wie der Einsatz von Michael Andrei und Romans Sauss. Nun fand unsere Mannschaft zur souveränen Spielweise des ersten Satzes zurück. Der Unterschied zeigte sich bei den Punkten. Bei der ersten Auszeit hatten unsere Jungs fünf Zähler Vorsprung, bei der zweiten sieben und am Ende waren es elf. Mit 25:14 ging der Satz also an Düren. Na also, geht doch. Nach dem schwachen zweiten Satz lief es nun wieder rund – dachten wir zumindest alle.

Vier Ballwechsel später sah die Lage erneut anders aus, nämlich viel schlechter. 0:4 stand es da aus Dürener Sicht. Die SWD Powervolleys holten den fast schon besiegten Gegner zum zweiten Mal zurück ins Spiel. Der Ausgleich zum 4:4 half da wenig, denn die Rottenburger zogen auf 15:10 davon. Da kann doch nicht wahr sein! Was ist da los? Diese Gedanken gingen den Dürener Fans durch den Kopf – und vielleicht in diesem Moment auch unserem Team. Die Jungs begannen nämlich genau jetzt, gerade noch rechtzeitig eine Aufholjagd. Dann lagen sie 21:19 vorne. Ja, komm, vier Pünktchen noch. Doch auch diese letzten Punkte musste sich unsere unruhige Mannschaft in diesen Minuten hart erarbeiten. Erst mit dem 26:24 war sie erlöst.

Eine schwere Geburt, die aber trotz aller Probleme drei Punkte für die Tabelle hervorbrachte. In dieser Tabelle steht Düren nun vorübergehend auf dem dritten Rang, allerdings mit mehr absolvierten Spielen als die Konkurrenten aus Frankfurt und Berlin. Am Donnerstag geht es zum Rückspiel im CEV-Pokal nach Groningen, bevor kurz nach Weihnachten das letzte Spiel 2017 daheim gegen Herrsching stattfindet.

In dieser Saison konnte noch kein Bundesligist in unserer Arena Kreis Düren gewinnen und nun haben die SWD Powervolleys die Festung auch auf europäischer Ebene erfolgreich verteidigt. Am Mittwochabend setzten sie sich mit 3:0 gegen Abiant Groningen durch. Das war ein erfolgreicher Europapokal-Auftakt für unsere Jungs.

Im ersten Satz nutzten sie die Schwächen der Niederländer, die den ehemaligen Dürener Libero Erik Mattson mitbrachten, und übernahmen die Kontrolle. Der Satz blieb jedoch knapp und kurz vor Schluss ging Groningen 23:22 in Führung. Unsere Jungs ließen sich davon nicht beeindrucken. Die nächsten drei Punkte und damit der Satz gingen an Düren.

Drohte uns nach dieser knappen Entscheidung also eine weitere Zitterpartie wie am vergangenen Sonntag beim 3:2 gegen Bühl? Unsere Mannschaft lieferte im zweiten Satz die klare Antwort und die lautete: Nein! Nach einem 8:7 zur ersten technischen Auszeit streckten die Jungs mehrmals die Arme am Netz hoch und ließen vier Groninger Angriffe am Block enden. Die „Blockschokolade“ erfreute die Moskitos auf der Tribüne und bescherte den Hausherren eine 17:11-Führung. In den nächsten Minuten schmolz der Vorsprung auf 18:16, doch unsere Mannschaft zeigte sofort die passende Reaktion und zog wieder davon, bis sie den Satz mit 25:18 gewann.

Der amtierende niederländische Meister hat in der aktuellen Saison in der heimischen Liga bisher zehn von zehn Spielen gewonnen, doch in Düren bekam er nun die Grenzen gezeigt. Im dritten Satz bemühten sich die Groninger zwar, mit unserer Mannschaft mitzuhalten, doch das gelang ihnen nur bis zur Mitte des Satzes. Bei beiden Auszeiten führten unsere Jungs mit zwei Punkten Vorsprung und danach ließen sie den Niederländern keine Chance mehr. 25:19 stand am Ende auf der Anzeigetafel und der 3:0-Sieg war vollendet.

Im Rückspiel am 21. Dezember in Groningen würden unserer Mannschaft bereits zwei gewonnene Sätze zum Weiterkommen reichen, jeder eigene Sieg sowieso. Dann stünde sie im Achtelfinale und dort ging es wahrscheinlich gegen Ziraat Bankasi Ankara, das sein Hinspiel am Dienstag bei SCM Craiova in Rumänien ebenfalls 3:0 gewann.

Vorher sind wir noch zweimal in der Bundesliga unterwegs. Am Sonntag soll in Solingen der erste Auswärtssieg der Saison gelingen und eine Woche später geht es zum TV Rottenburg nach Tübingen. Es gibt also noch genug zu tun in diesem intensiven Dezember mit vielen Spielen in kurzer Zeit.

Zum Seitenanfang