Moskitos
Fanclub der SWD Powervolleys Düren

In dieser Saison konnte noch kein Bundesligist in unserer Arena Kreis Düren gewinnen und nun haben die SWD Powervolleys die Festung auch auf europäischer Ebene erfolgreich verteidigt. Am Mittwochabend setzten sie sich mit 3:0 gegen Abiant Groningen durch. Das war ein erfolgreicher Europapokal-Auftakt für unsere Jungs.

Im ersten Satz nutzten sie die Schwächen der Niederländer, die den ehemaligen Dürener Libero Erik Mattson mitbrachten, und übernahmen die Kontrolle. Der Satz blieb jedoch knapp und kurz vor Schluss ging Groningen 23:22 in Führung. Unsere Jungs ließen sich davon nicht beeindrucken. Die nächsten drei Punkte und damit der Satz gingen an Düren.

Drohte uns nach dieser knappen Entscheidung also eine weitere Zitterpartie wie am vergangenen Sonntag beim 3:2 gegen Bühl? Unsere Mannschaft lieferte im zweiten Satz die klare Antwort und die lautete: Nein! Nach einem 8:7 zur ersten technischen Auszeit streckten die Jungs mehrmals die Arme am Netz hoch und ließen vier Groninger Angriffe am Block enden. Die „Blockschokolade“ erfreute die Moskitos auf der Tribüne und bescherte den Hausherren eine 17:11-Führung. In den nächsten Minuten schmolz der Vorsprung auf 18:16, doch unsere Mannschaft zeigte sofort die passende Reaktion und zog wieder davon, bis sie den Satz mit 25:18 gewann.

Der amtierende niederländische Meister hat in der aktuellen Saison in der heimischen Liga bisher zehn von zehn Spielen gewonnen, doch in Düren bekam er nun die Grenzen gezeigt. Im dritten Satz bemühten sich die Groninger zwar, mit unserer Mannschaft mitzuhalten, doch das gelang ihnen nur bis zur Mitte des Satzes. Bei beiden Auszeiten führten unsere Jungs mit zwei Punkten Vorsprung und danach ließen sie den Niederländern keine Chance mehr. 25:19 stand am Ende auf der Anzeigetafel und der 3:0-Sieg war vollendet.

Im Rückspiel am 21. Dezember in Groningen würden unserer Mannschaft bereits zwei gewonnene Sätze zum Weiterkommen reichen, jeder eigene Sieg sowieso. Dann stünde sie im Achtelfinale und dort ging es wahrscheinlich gegen Ziraat Bankasi Ankara, das sein Hinspiel am Dienstag bei SCM Craiova in Rumänien ebenfalls 3:0 gewann.

Vorher sind wir noch zweimal in der Bundesliga unterwegs. Am Sonntag soll in Solingen der erste Auswärtssieg der Saison gelingen und eine Woche später geht es zum TV Rottenburg nach Tübingen. Es gibt also noch genug zu tun in diesem intensiven Dezember mit vielen Spielen in kurzer Zeit.

Alle Auswärtsfahrten dieser Saison waren bisher erfolglos, egal ob Lüneburg, Innsbruck, Friedrichshafen oder Berlin. Dass die SWD Powervolleys bisher trotzdem gut dastehen, verdanken sie ihrer einwandfreien Heimbilanz. Noch kein Gegner konnte sich in der Arena gegen unsere Mannschaft durchsetzen. Das sollte auch am Sonntagabend gegen die Volleyball Bisons Bühl so bleiben. Allerdings mussten wir sehr lange zittern, bis der vierte Heimsieg Realität wurde. Denn unsere Jungs setzten sich erst in einem knappen Tiebreak durch.

In der Endphase dieses Entscheidungssatzes kam Masahiro Yanagida an den Aufschlag. Er ist japanischer Nationalspieler und seit dieser Saison als Außenangreifer bei den Bühlern tätig. Nun zeigte er zum wiederholten Mal starke Aufschläge. Es stand 12:13 aus unserer Sicht. Doch dann die Erleichterung: Erst schlug der Japaner den nächsten Aufschlag ins Netz, dann folgten zwei Punkte für Düren. Mit dem 15:13 und insgesamt 3:2 war der Heimsieg gesichert.

Der Weg dahin war allerdings sehr mühsam und wechselhaft. Schon im ersten Satz zeigte Yanagida seine Stärken. Unsere Mannschaft bekam ihn und seine Bühler Mitspieler nicht in den Griff. Als die Gäste auf 13:9 davon zogen, verlor unser Team die Kontrolle über den Satz und musste ihn mit 19:25 abgeben. Nach dem Seitenwechsel lief es plötzlich besser. Unser Team fand langsam zu seinen Stärken zurück. Zugleich ließ der Druck des Gegners etwas nach. 8:5, 16:12 – das Spiel lief nun in die richtige Richtung, der Knoten schien geplatzt. Auch eine kleine Aufholjagd der Gäste änderte nichts daran, dass der Satz mit 25:22 an Düren ging.

Der Aufschwung hielt jedoch nicht lange an. Im dritten Satz kehrten die negativen Eindrücke aus dem ersten Durchgang zurück. Unsere Mannschaft hatte wieder Probleme mit der Bühler Offensive, geriet erneut deutlich in Rückstand. Sie bemühten sich, doch unseren Spielern gelang in dieser Phase zu wenig, um Bühl zu stoppen und den zweiten Satzverlust zu verhindern. 22:25 hieß es am Ende. Doch der Wechsel blieb beständig und so erlebten die Fans in der Arena eine weitere Episode der Serie „Gute Seite, schlechte Seite“. Als unsere Jungs wieder auf der anderen Seite des Netzes standen, spielten sie auch wieder besser. Sie kamen so gut in Schwung, dass dieser Satz so deutlich verlief wie kein anderer zuvor. 8:5, 16:10, 21:14 waren die Zwischenergebnisse auf dem Weg zum 25:18.

Tiebreak also und es wurde noch lauter in der Arena. Wir Moskitos hatten dabei an diesem Abend großartige Unterstützung belgischer Fans, die zum zweiten Mal in dieser Saison Stijn D’Hulst besuchten. Nach den vier wechselhaften Sätzen verlief der Entscheidungssatz von Beginn an ganz knapp und ausgeglichen. 8:7 führten unsere Jungs, aber die Bühler ließen sich nicht abschütteln. Letztlich wurde es dann eben ganz knapp, als Yanagida an den Aufschlag kam.

Vier Heimsiege in vier Heimspielen bringen unserer Mannschaft derzeit den vierten Platz in der Bundesliga. Bevor sie nächsten Sonntag in Solingen hoffentlich auch den ersten Auswärtssieg dieser Saison schafft, tritt sie am Mittwoch nochmal in der heimischen Arena – und zwar im CEV-Pokal. Zu Gast ist dann Abiant Groningen aus den Niederlanden.

Die letzten Tage waren für Dürener Volleyballfans schwer zu verkraften. Erst das knappe 2:3 in Innsbruck und vor allem am Mittwoch die vergebene Chance auf den Sieg im Pokalspiel bei den BR Volleys trotz 2:0-Führung. Da sollte jetzt ein möglichst klarer Heimsieg gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen her, um wieder in die Spur zu kommen. Das hat unsere Mannschaft am Samstagabend geschafft, auch wenn sie beim 3:0-Sieg am Ende zittern musste.

Die Netzhoppers sind rein sportlich betrachtet oft ein unbequemer Gegner. Sie gehören zwar nicht unbedingt zu den Spitzenmannschaften der Liga, können diesen aber das Leben schwer machen, weil sie hartnäckig kämpfen. Genau diese Situation erlebten wir im ersten Satz. Unsere Jungs spielten nicht schlecht, konnten sich aber keine klare Führung erarbeiten, weil die Gäste gut mithielten. Am Ende war es der minimale Vorsprung von 25:23, mit dem unser Team den Satz gewann.

Im zweiten Satz gab es hingegen schnell klare Verhältnisse, weil Romans Sauss seine Qualität beim Aufschlag zeigte. 5:1 für Düren – da waren die Gäste beeindruckt und verloren die Kontrolle über das Spiel. Unsere Jungs dominierten den Satz deutlich. Der Vorsprung wuchs schnell auf zehn Punkte und wir konnten uns ganz entspannt freuen. Ein paar Punkte machten die Netzhoppers dann noch, aber das 25:15 war ungefährdet.

Damit fehlte also nur noch ein Satz zum Sieg. Schaffen es die Jungs nach den beiden 2:3-Niederlagen auf ihrer langen Reise diesmal? Zunächst war der dritte Satz ähnlich ausgeglichen und mühsam wie der erste Teil des Spiels. Beim 17:14 für Düren sah es gut aus, doch plötzlich lag unsere Mannschaft 19:21 zurück. Wenig später stand es sogar 20:24. Okay, schade, der Satz ist weg. Oder nicht? Romans Sauss kam einen Ballwechsel später wieder an den Aufschlag. Es hätte keinen besseren Zeitpunkt dafür geben können. Denn er knallte einen Aufschlag nach dem anderen ins Feld der Netzhoppers. Unsere Jungs konnten dadurch alle Satzbälle der Gäste abwehren. Plötzlich stand es 24:24, die Arena war wieder laut und dann schaffte es unsere Mannschaft tatsächlich noch, diesen Satz zu gewinnen, nämlich mit 27:25. Was für eine Wende!

Das 3:0 war der dritte Heimsieg in Folge. Niemand konnte bisher einen Punkt aus unserer Arena mitnehmen, weder Berlin noch Frankfurt und auch nicht die Netzhoppers. Nur auswärts läuft es eben noch nicht – und da steht unserer Mannschaft am kommenden Samstag die nächste große Herausforderung bevor. Am 18.11. spielt sie nämlich am Bodensee gegen die einzige Mannschaft, die im Moment in der Bundesliga-Tabelle vor ihr steht. Der erste Auswärtssieg der Saison ausgerechnet beim VfB Friedrichshafen? Das wär schon etwas ganz Besonderes.

Am Bodensee gibt es einiges zu sehen – schöne Natur, schöne Städte. An diesem Wochenende war es auch eine schöne Reise nach Friedrichshafen und Umgebung. Nur eines passte leider nicht zu diesen Eindrücken, nämlich das Spiel unserer SWD Powervolleys gegen den VfB Friedrichshafen. Denn das war eher so wie das Wetter: neblig-trüb. Oder in Zahlen ausgedrückt: Am Ende stand eine 0:3-Niederlage. Damit ging auch das vierte Auswärtsspiel dieser Saison für unsere Jungs verloren.

Der ungeschlagene Tabellenführer gegen den Zweiten, Friedrichshafen gegen Düren, der Favorit gegen den Herausforderer, der schon mehrere Topteams besiegt hatte. Das klang nach Spannung, wenn da nicht die bisher negative Auswärtsbilanz unserer Mannschaft in dieser Saison wäre. In der ZF-Arena sah es zunächst nach einer schnellen Niederlage aus. Im ersten Satz sorgte der VfB für viel Druck, was unserer Mannschaft umgekehrt nicht gelang. Der Spielaufbau nicht rund, weshalb die Dürener Angriffe auch nicht gerade für Unruhe beim Gegner sorgten. 5:8, 12:16, 16:25 – da war der erste Satz schnell vorbei.

Jetzt mussten unsere Jungs schnell wach werden, um hier überhaupt eine Chance zu haben. Das waren sie dann zu Beginn des zweiten Satzes auch. Plötzlich war da eine relativ klare Führung. Nun zeigte unsere Mannschaft ihr „Heimspiel-Gesicht“, präsentierte sich also so stark wie in den Partien, in denen sie Berlin oder Frankfurt bezwang. Die Stimmung wurde da natürlich auch bei den Dürener Fans vor Ort und an den Bildschirmen besser. Leider dauerte das Hoch nicht lange an. Aus einem 7:4 wurde ein 10:14. Jetzt waren die Häfler wieder überlegen und sicherten sich den Satz mit 25:17.

Der dritte Satz war somit also die letzte Chance, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Dieser Spielabschnitt verlief ziemlich knapp. Der VfB übernahm zwar erneut die Führung, aber unsere Jungs blieben dran, ließen den Gegner zumindest nicht weit wegziehen. Aber trotz aller Bemühungen bis zum Schluss kamen sie nicht mehr zum Ausgleich. Der Satz ging 22:25 verloren und somit endete das recht einseitige Spitzenspiel mit 0:3.

In den Heimspielen sehr stark, auswärts noch sieglos – diese wechselhafte Bilanz prägt weiterhin die bisherige Saison aus Dürener Sicht. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, gegen wen unsere Jungs bisher gespielt haben, nämlich fast nur hochkarätige Kontrahenten. Jetzt ist erstmal Pause bis zum 3. Dezember und dann können wir uns dann auf Spiele gegen Bühl, Solingen und Rottenburg freuen. Da gibt es die nächsten Chancen auf Auswärtssiege, damit die schöne Umgebung nicht das einzige ist, was wir an positiven Eindrücken mitnehmen.

Zwei Moskitos reisten am Mittwoch in die Hauptstadt. Sie wollten das Pokal-Achtelfinale der SWD Powervolleys bei den Berlin Recycling Volleys vor Ort erleben. Spiele zwischen Düren und Berlin sind ja immer etwas Besonderes, nicht erst seit unserem 3:0-Sieg zum Bundesliga-Auftakt. Da wird immer wieder die Freundschaft der Fanclubs gefeiert.

Während des Spiels hatten die beiden Moskitos und natürlich die von daheim mitfiebernden Dürener Fans viel mehr Gründe zum Jubeln. Zweimal 25:22 für unsere Jungs! Was für ein starker Start. Unsere Mannschaft knüpfte an das Heimspiel an, gewann den vierten und fünften Satz in Folge gegen die Berliner. Das war sportlich gesehen der erfreuliche Teil des Abends. Wir waren so nah dran am nächsten Coup gegen das Hauptstadt-Team. Nur ein Satz fehlte zum nächsten Sieg.

Doch ab dem dritten Satz erlebten wir, wie dramatisch und unberechenbar so ein Volleyballspiel sein kann. Starke Aufschläge und Angriffe, souveräne Defensive – davon war plötzlich nur noch wenig zu sehen auf der Dürener Seite. Die Berliner kamen besser ins Spiel. Der neue Franzose Pujol und Angreifer Marshall sorgten für eine komplette Wende. 19:25 im dritten, 18:25 im vierten Satz. Da konnten die beiden Moskitos auf der Tribüne noch so laut anfeuern und die Fans daheim noch so fest die Daumen drücken – es änderte nichts. Die Verzweiflung wuchs. Da fehlte doch nur ein Satz! Aber dann war auch der Tiebreak nach einem 0:5-Rückstand schnell weg.

Aus der Traum vom Pokal-Coup! 2:3 in Berlin verlieren, muss nichts Schlimmes sein. Aber in diesem Spiel mit diesem Spielverlauf war es eine bittere Niederlage. Noch trauriger wurde die Niederlage durch die Information, dass wir im Viertelfinale ein Heimspiel gehabt hätten.

Aber wir können leider nichts mehr daran ändern. Deshalb konzentrieren wir uns jetzt auf die nächsten Bundesligaspiele. Da geht es schon am 11.11. daheim gegen die Netzhoppers KW weiter.

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