Moskitos
Fanclub der SWD Powervolleys Düren

Insgesamt 16 Moskitos hatten sich am Donnerstag auf den Weg nach Berlin gemacht, um ihre Mannschaft beim Auswärtsspiel zum Saisonauftakt vor Ort zu unterstützen. Viele weitere Dürener Fans verfolgten das Spiel der SWD Powervolleys bei den Berlin Recycling Volleys in der Live-Übertragung. Was sie dort zu sehen bekamen, hätten sie wohl so nicht erwartet. 3:2 für unsere Mannschaft stand es am Ende einer hochklassigen, abwechslungsreichen Partie. Düren besiegte den Titelverteidiger, den amtierenden Meister.

Spiele zwischen Düren und Berlin sind seit vielen Jahren das Highlight in der Bundesliga. Vor dem jüngsten Duell am Donnerstag dachten wir zurück an den Auftakt der vergangenen Saison. Damals besiegten unsere Jungs den Titelverteidiger BR Volleys mit 3:0, doch das war ein Heimspiel und der Gegner war nicht besonders gut in Form. Im neusten Aufeinandertreffen war es nun eher so, dass die SWD Powervolleys die bessere von zwei guten Mannschaften war. Daher ging es im Spielverlauf auch immer hin und her. Die Hausherren in der Max-Schmeling-Halle setzten sich vor mehr als 7.000 Zuschauern im ersten Satz mit 25:20 durch, die Gäste antworteten mit einem 25:21. Im dritten Satz ließen sie ein überragendes 25:14 folgen, bevor Berlin sich ähnlich deutlich mit 25:16 zurückmeldete. Der Tiebreak lief dann wieder schnell in die richtige Richtung. 15:8 – der Sieg für Düren! Zum zweiten Mal in Folge bezwingt Düren den Titelverteidiger Berlin im Auftaktspiel.

Unsere neue Mannschaft hat sich gleich mal sehr stark präsentiert. Sebastian Gevert wurde mit 27 Punkten zum Topscorer der Partie und wurde von Tomáš Kocian gut in Szene gesetzt. Auch Romans Sauss sammelte viele Punkte im Angriff. Die Blockmauer war für Berlin oft unüberwindbar. Florian Lacassie hatte viele gute Aktionen. Der junge Lukas Maase blieb cool, als er am Ende des Tiebreaks zum Aufschlag eingewechselt wurde. Insgesamt war das Dürener Team einfach gut.

Bildergalerie zum Spiel (Fotos: Rudi Bartgens)

So langsam kommt der 18. Oktober 2018 in Sichtweite. Für die Moskitos und alle anderen Menschen, die etwas mit den SWD powervolleys zu tun haben, ist dieses Datum ganz wichtig. An dem Tag beginnt für uns nämlich endlich die neue Saison 2018/19. Deshalb geben wir jetzt mal einen Ausblick auf die Bundesliga-Saison mit vielen Neuheiten.

An erster Stelle stehen dabei natürlich wie jedes Jahr die neuen Spieler in der Mannschaft und davon haben wir diesmal sehr viele. Einige der „Neulinge“ kennen wir schon. Sebastian Gevert und Tomáš Kocian kehren nach einem Auslandsaufenthalt bzw. einer Zeit in Friedrichshafen zurück. Rudy Schneider haben wir letzte Saison schon kurz kennengelernt. Zu den ganz Neuen gehört Jordan Or, der die schwierige Aufgabe übernommen hat, als Libero Nachfolger von Blair Bann zu werden. Ebenfalls aus Kanada kommen Irvan Brar und Lucas Coleman, die für Schwung im Außenangriff sorgen sollen. Hinzu kommen der Franzose Florian Lacassie auf der Außenposition, Daniel Ford aus den USA als zweiter Zuspieler und Lukas Maase als dritter Mittelblocker neben Michael Andrei und Tim Broshog. Letztere sind ebenso wie Romans Sauss aus dem letztjährigen Kader geblieben.

Vor einer Woche konnten wir das neue Powervolleys-Team beim SWD Cup, einem Vorbereitungsturnier, erstmals spielen sehen. Was wir dort erlebt haben, stimmt uns schon mal positiv. Sportlich läuft es gut und auch menschlich passt die Mannschaft, soweit man es von außen beurteilen kann, gut zusammen.

Gleich im ersten Spiel der neuen Bundesliga-Saison wird es einen Härtetest geben. Denn unser erster Gegner heißt Berlin Recycling Volleys und ist weiterhin amtierender Meister. Außerdem treten wir auswärts in der Max-Schmeling-Halle an. Letzte Saison gelang unserer damaligen Mannschaft zum Saisonstart ein 3:0 gegen Berlin, allerdings zuhause. Jetzt sind wir gespannt, was diesmal möglich ist. Nicht nur möglich, sondern sicher ist auf jeden Fall schon mal, dass wir mit unseren Freunden vom Berliner Fanclub 7. Mann wieder interessante Tage erleben werden.

Moskitos und Fanclub 7. Mann
Begegnungen mit anderen Fans gehören zu den Höhepunkten der Saison. Foto: Rudi Bartgens

Die Moskitos werden wie üblich nicht nur in Berlin, sondern bei den meisten Auswärtsspielen mit ein paar Fans vertreten sein, um die Mannschaft zu unterstützen. Entsprechende Touren sind schon gebucht bzw. konkret in Planung. Wir freuen uns auf viele weitere spannende Spiele und Erlebnisse überall in Deutschland. Bei Heimspielen sind wir natürlich erst recht präsent und wollen dafür sorgen, dass die Arena Kreis Düren ihren Ruf als schwer einnehmbare Festung behält.

Es gibt auch eine Neuheit, was Volleyball in den Medien betrifft. Der Online-Anbieter Sporttotal.TV wird bei der Volleyball-Bundesliga Nachfolger von Sportdeutschland.TV und zeigt die Spiele mit innovativer Technik. Unsere Spiele in Berlin und Friedrichshafen werden außerdem live im Free-TV von Sport1 gezeigt. Als Fans freuen wir uns natürlich, möglichst viel von unserer Sportart sehen zu können, vor allem wenn wir ausnahmsweise mal nicht vor Ort beim Auswärtsspiel dabei sind.

Wir freuen uns übrigens auch jederzeit über neue Mitglieder. Wer den Volleyball intensiver erleben und uns im Fanclub unterstützen möchte, kann sich gerne per E-Mail, über Facebook oder einfach beim Heimspiel im Fanblock bei uns melden.

Wir hätten gerne weitere Spiele im Halbfinale erlebt. Wir wären gerne nach Friedrichshafen gefahren und zu einem weiteren Heimspiel in die Arena gekommen. Doch dazu passte das Ergebnis im Entscheidungsspiel des Playoff-Viertelfinales nicht. Am Sonntagnachmittag unterlagen unsere SWD Powervolleys den Hypo Tirol Alpenvolleys mit 1:3. Aus und vorbei, die Saison 2017/18 ist sportlich für uns beendet.

Was wäre gewesen, wenn unsere Mannschaft …

… im ersten Satz (18:25) weniger Fehler und mehr Druck gemacht hätte?

… im zweiten Satz (28:30) in der Verlängerung die Satzbälle genutzt hätte?

… nicht nur den dritten Satz (25:20) gewonnen hätte?

… den Schwung mit in den vierten Satz (19:25) genommen hätte?

All das ist nun mal leider nicht passiert. Deshalb haben die Gäste gewonnen und nicht unsere Jungs.

Wir sagen Danke an die Mannschaft, die hoffentlich möglichst komplett zusammenbleibt und einen neuen Anlauf für ein besseres Ergebnis unternimmt. Danke an Trainer Stefan, Co-Trainer Justin, Teammanagerin Annika, die sportliche Leitung, die medizinische Abteilung und alle weiteren Helfer und Fans, die zu dieser Saison beigetragen haben. Es geht in der nächsten Saison weiter und die Moskitos bleiben dabei.

Mit der Niederlage gegen die Alpenvolleys endete für uns nicht nur die Saison 2017/18. Wie wir heute erfahren haben, war es auch das letzte Spiel einer großartigen Karriere. Unser langjähriger Kapitän Jaromir Zachrich beendet seine aktive Zeit als Spieler. 2010 kam Jaro nach Düren, nachdem er vorher u.a. für Moers, Eltmann und Berlin gespielt hatte. Allein schon an den Namen der Vereine, die heute teilweise gar nicht mehr aktiv sind, merkt man, wie lang das her ist. Er hat unsere Mannschaft als hervorragender Kapitän zu dritten Plätzen in der Bundesliga geführt und zu vielen Erfolgen in den Pokalwettbewerben beigetragen. Auch in der Nationalmannschaft hat er seine Qualitäten gezeigt. Jaro hat uns aber nicht nur sportlich, sondern auch menschlich beeindruckt. Er ist immer ansprechbar, zeigt sich als freundlicher und höflicher Mensch und spricht - wenn es nötig ist - auch Dinge offen an, die gerade schieflaufen. Jaro, deshalb sagen wir nun noch mal ganz deutlich Danke für alles, was du sportlich und menschlich in Düren geleistet hast. Wir freuen uns auch, dass du Düren und den SWD Powervolleys trotz des Karriereendes treu bleibst.

Abschied von Jaromir Zachrich
Abschied von Jaromir Zachrich; Foto: Rudi Bartgens

Wenige Tage zuvor wurde ein weiterer Abschied vermeldet. Blair Bann verlässt die SWD Powervolleys. Die Auszeichnung als bester Libero der Welt(liga), die Blair im vergangenen Sommer erhalten hat, sagt schon alles, über seine sportliche Klasse. Unser kanadischer Libero ist nicht nur ein sehr starker Spieler. Er hat auch viel dazu beigetragen, die Mannschaft zu führen und vor allem in der Defensive zu organisieren. Außerdem hat er immer für gute Laune gesorgt. Jeder Trainer, jeder Mitspieler und natürlich auch jeder Fan kann sich sehr glücklich schätzen, solch einen Spieler im Team zu haben. Wir wissen noch nicht, wohin Blairs Weg geht. Aber auch an ihn geht ein großes Danke! Thank you, Blair, for everything! We hope to see you again soon!

Abschied von Blair Bann
Abschied von Blair Bann; Foto: Rudi Bartgens

 

 

Das war leider nichts. Im Rückspiel des Playoff-Viertelfinales mussten unsere SWD Powervolleys eine 1:3-Niederlage einstecken, sodass die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale erst am nächsten Sonntag fällt.

 

Über die Passstraßen bis nach Innsbruck, das ist wohl die aufwändigste Fahrt in der Bundesliga. Die Moskitos, die diesen Weg am Osterwochenende auf sich nahmen, erlebten am Sonntag in der Olympiahalle einen sportlichen Rückschlag. Unsere Mannschaft knüpfte nicht an die starke Leistung vom Heimspiel am Mittwoch an und musste sich deutlich geschlagen geben.

 

Im ersten Satz sorgten die Alpenvolleys gleich für viel Druck und brachten viele Angriffe durch. Rudy Verhoeff sammelte die ersten seiner insgesamt 33 Punkte an diesem Abend. Für die Dürener Angriffe war hingegen viel zu oft am gegnerischen Block Endstation. Entsprechend eindeutig verlief der Satz, der dann 12:25 aus unserer Sicht endete. Auch im zweiten Spielabschnitt wurde es kaum besser. Die Hausherren dominierten die Partie und ließen unseren Jungs keine Chance. Am Ende gab es ein paar Punkte für Düren, doch der Satz war mit 18:25 weg.

 

Im dritten Satz war es zunächst ausgeglichener, bis es wieder einen Vorsprung für die Innsbrucker gab. Doch diesmal kämpfte sich unsere Mannschaft zurück, schaffte den Ausgleich und ging sogar mit 23:21 in Führung. Jetzt aber! Nein, erst nochmal die Alpenvolleys, Verlängerung. Den Satz ließen sich unsere Jungs trotzdem nicht mehr nehmen, 27:25.

 

Konnten sie diese Partie jetzt noch ganz drehen und das Entscheidungsspiel verhindern? Zunächst schien eine kleine Chance da zu sein. Doch dann erspielten sich die Alpenvolleys wieder drei Punkte Vorsprung. Die erfolgreichen Dürener Aktionen waren leider zu selten, um ein weiteres Mal heranzukommen. Mit 19:25 endete das über weite Strecken ziemlich eindeutige Duell.

 

Am nächsten Sonntag um 18.00 Uhr kommt es nun zum Showdown in unserer Arena. Wir brauchen eine volle Halle mit der bekannten Stimmung, um die Alpenvolleys zu bezwingen und ins Halbfinale einzuziehen. Auf geht's!

 

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