Moskitos
Fanclub der SWD Powervolleys Düren

1 für Düren Danke
1 für Düren Danke

Vor einer Woche wurde die Bundesliga-Saison vorzeitig abgebrochen. Wir können nun keine Playoff-Spiele erleben, die nach dem jüngsten Aufschwung unserer SWD Powervolleys sicherlich sehr spannend geworden wären. Wir haben nun eine noch längere Pause. Aber die Entscheidung war angesichts der jüngsten Entwicklungen unvermeidbar und sinnvoll.

Wir möchten jetzt nochmal ausführlich Danke sagen an unsere Mannschaft und alle Beteiligten drumherum. Danke Björn Andrae, Michael Andrei, Blair Bann, Ivan Batanov, Egor Bogachev, Tobias Brand, Tim Broshog, Eric Burggräf, Sebastian Gevert, Tomáš Kocian-Falkenbach, Lukas Maase, Philipp Schumann und Niklas Seppänen. Wir hatten in den letzten Monaten sehr viel Spaß mit euch. Auch wenn es sportlich manchmal nicht erfolgreich war, sind wir euch gerne in alle Ecken der Republik gefolgt, weil ihr immer gezeigt habt, dass ihr als Team sehr gut harmoniert.

Danke auch an das Trainer-Duo Stefan Falter und Jorge Rodríguez Guerra, unterstützt von Björn-Arne Alber. Danke an Annika Blaeser und Jaromir Zachrich. Danke an die sportliche Leitung, an die medizinische Abteilung und an alle anderen Mitarbeiter. Es würde den Rahmen sprengen, alle einzeln zu nennen, aber wenn man sich mit dem Verein beschäftigt, sieht man täglich, wie wichtig jeder Einzelne ist. Das gilt natürlich besonders auch für das große Team hinter dem Team mit allen Ehrenamtlern.

Leider können wir uns nicht zu einem Saisonabschluss treffen. Aber wir hoffen und wünschen uns, dass die Mannschaft auf dem Feld und all die Leute neben dem Feld möglichst komplett für die kommende Saison zusammenbleiben. Dann können wir demnächst dort weitermachen, wo wir letzte Woche plötzlich aufhören mussten.

Als die vier Dürener Fans am Sonntagnachmittag in der Georg-Schäfer-Sporthalle in Eltmann ankamen, gab es zunächst mal weitere schlechte Nachrichten. Der zuletzt so starke Ivan Batanov hatte sich kurzfristig auch noch verletzt. Damit stand kein gelernter Libero mehr zur Verfügung und Niklas Seppänen, der lange Zeit selbst verletzt war, rückte auf diese wichtige Position. Unter diesen Voraussetzungen wäre ein Satzverlust für unsere SWD Powervolleys durchaus verständlich gewesen. Doch die Jungs hatten offensichtlich keine Lust auf ein unnötig langes Spiel und schafften trotz aller personeller Probleme einen klaren 3:0-Sieg gegen den Tabellenletzten.

Von Beginn an machten sie ordentlich Druck und übernahmen direkt die Führung. Wenn die Gastgeber vielleicht mit einem geschwächten Gegner gerechnet hatten, sahen sie sich schnell getäuscht. Unsere Mannschaft trat ähnlich dominant und überzeugend auf wie acht Tage zuvor beim Auswärtssieg gegen Lüneburg. Nach einem 8:6 zog sie immer deutlicher davon und gewann den Satz mit 25:16.

Im zweiten Satz änderte sich zu unserer Freude nicht viel am guten Spiel der SWD Powervolleys, das Tomáš Kocian als Regisseur im Zuspiel gut inszenierte. Druckvolle Angriffe sorgten für Punkte und bei diversen Aktionen am Netz konnte man die Erfahrung und Cleverness von Spielern wie Björn Andrae sehen. Auch Niklas als Libero fügte sich problemlos ein. Das Ergebnis wurde etwas knapper, aber das 25:21 war ungefährdet.

Nach der Pause mussten die Jungs dann mehr kämpfen, weil Eltmann nun in Führung ging. Doch auf Dürener Seite behielten alle Beteiligten die Nerven und so wurde aus einem 6:8-Rückstand ein 16:13. Die Gastgeber ärgerten sich über Schiedsrichterentscheidungen, die SWD Powervolleys machten die Punkte. So gab es ein weiteres 25:21 und der überraschend deutliche 3:0-Sieg war perfekt.

Am Ende zeigten die Jungs noch mit einem besonderen Gruppenfoto, an dem auch die Trikots der fehlenden Spieler beteiligt waren, warum sie als Sieger auf dem Feld standen. Sie arbeiteten als Team hervorragend zusammen. Am Mittwoch können sie die aktuelle Erfolgsserie direkt fortsetzen. Dann geht es im Heimspiel gegen die Volleyball Bisons Bühl.

Neun Tage nach dem Pokalfinale gab es am Dienstag bereits das Wiedersehen mit unseren Freunden aus Berlin. Nach der klaren, schnellen 0:3-Niederlage in Mannheim wurde das Bundesliga-Heimspiel in unserer Arena wesentlich spektakulärer und dramatischer. Erst im Tiebreak mussten sich unsere SWD Powervolleys den BR Volleys geschlagen geben und sie waren nahe dran, der Spitzenmannschaft dieser Saison die erste Niederlage zu bescheren.

Die Arena leuchtete wegen der Shirts der Charity-Aktion #1fürDüren vor den Kameras von Sport1 hellblau und auch unsere Mannschaft glänzte diesmal von Beginn an. Gleich im ersten Satz setzte sie mit deutlich verbessertem Aufschlag und druckvollen Angriffen den hochkarätigen Gegner unter Druck. Die Jungs übernahmen sofort die Führung und gaben sie in diesem Satz nicht mehr her. Mit 25:21 ging der erste Satz an unser Team und in Düren herrschte am Karnevalsdienstag jecke Stimmung beim Spiel unter Freunden.

In den nächsten beiden Durchgängen erspielte sich unsere Mannschaft jeweils in der Mitte des Satzes fünf Punkte Vorsprung (14:9 im zweiten, 16:11 im dritten Satz), weil sie den Gegner mit starken Defensivaktionen gut im Griff hatte und mit spektakulären Angriffsaktionen mindestens auf Augenhöhe war. Die Stimmung wurde dementsprechend immer besser. Leider setzten sich die Berliner jedoch am Ende der beiden Sätze jeweils in der Verlängerung mit 28:26 und 32:30 durch. Schade, da fehlte nur ganz wenig, unsere Jungs waren richtig gut drauf.

Wer nun dachte, die BR Volleys würden das Spiel nach den beiden knappen Satzgewinnen nun durchziehen und unser Team abschießen, sah sich getäuscht. Auch im vierten Satz präsentierte sich unsere Mannschaft kampfstark und leidenschaftlich. Sie wurde mit einer knappen Führung belohnt, die sie diesmal passend in der Endphase des Satzes erhöhte. Mit einem 25:20 ging es in den Tiebreak. Was für ein Spiel.

Im Tiebreak schafften es unsere Spieler trotz allen Engagements leider nicht mehr, mit den Berlinern um den wieder mal starken Grankin mitzuhalten. Schnell wurde klar, dass der Entscheidungssatz an die Gäste gehen würde und mit einem 8:15 aus Dürener Sicht war es dann besiegelt.

Die SWD Powervolleys haben nach einem sehr hochklassigen, dramatischen Spiel immerhin einen Punkt gegen die weiterhin ungeschlagenen Berliner geholt. Vor allem die Leistungssteigerung nach den eher schwachen Auftritten der letzten Wochen gibt uns Zuversicht für den Rest der Hauptrunde und die Playoffs. Am Samstag steht nun ein äußerst wichtiges Auswärtsspiel an. In der Hamburger CU-Arena geht es gegen die SVG Lüneburg, den Konkurrenten um den sechsten Tabellenplatz.

Hamburg ist die Stadt zwischen Schiffen und Reeperbahn, zwischen Miniaturwunderland und Elbpharmonie. Es gibt also viele Gründe in die Stadt im Norden zu fahren. Doch wir waren am Wochenende natürlich vor allem dort, um das Auswärtsspiel unserer SWD Powervolleys gegen die SVG Lüneburg zu sehen. Die Lüneburger haben ihre Spiele derzeit in die CU-Arena verlegt.

Unsere Mannschaft trat mit dem Selbstbewusstsein an, das sie am Dienstag beim Heimspiel gegen Berlin gewonnen hatte. Doch die Partie begann erstmal mit einem Schock. Nach dem zweiten Ballwechsel lag Tobias Brand auf dem Boden. Durch eine noch unklare Verletzung am Fuß musste er früh raus. Egor Bogachev kam rein und machte mit seinen Mitspielern viel Druck. Nach der ersten technischen Auszeit konnten die Lüneburger nicht mehr mithalten. Unsere Annahme um den immer stärkeren Libero Ivan Batanov stand stabil, hielt die Bälle im Spiel und vorne ließen es die Jungs krachen. 25:15 im ersten Satz, das war deutlich.

Auch im zweiten Satz war unsere Mannschaft nicht zu stoppen. Sie ging in der Mitte des Satzes wieder klar in Führung. Nur für wenige Ballwechsel wurde es etwas unruhiger, weil drei Lüneburger Aufschläge hintereinander für Probleme sorgten. Doch die Reaktion kam sofort. Erfolgreiche Dürener Angriffe, Führung wieder ausgebaut, den Satz 25:19 gewonnen.

Jetzt blieb auf dem Erfolgsweg nur noch eine Frage offen: Schafft es die Mannschaft diesmal, den klaren Vorsprung ins Ziel zu bringen und nicht nach zwei Sätzen nachzulassen? Die Antwort in Hamburg war ein unmissverständliches Ja. Der Zwischenstand entwickelte sich im dritten Satz genauso eindeutig wie in den ersten beiden Sätzen. Die Lüneburger hatten an diesem Samstagnachmittag keine Chance. 25:17 für Düren.

So bekamen wir einen in dieser Saison bisher ungewohnten Eindruck: Wir durften einen Auswärtssieg feiern – und das direkt mit einem ungefährdeten 3:0. Die Mannschaft kommt gerade immer besser in Schwung. Das knapp verlorene Spiel gegen Berlin und jetzt der klare Sieg in Hamburg haben uns innerhalb einer Woche viel Freude bereitet. So kann es weitergehen. Am nächsten Sonntag gibt es schon das nächste Auswärtsspiel in Eltmann.

„Düren und Berlin, Düren und Berlin, Düren, Düren, Düren und Berlin“ – dieser Gesang wird uns wohl noch lange im Ohr hängen bleiben. Er steht stellvertretend für das Erlebnis, das wir am Sonntag beim DVV-Pokalfinale in der SAP-Arena in Mannheim hatten. Darum ist dieser Beitrag auch keine rein sportliche Zusammenfassung, sondern ein Erlebnisbericht.

Nachdem unsere SWD Powervolleys am 8. Dezember mit dem Halbfinalsieg gegen Rottenburg das Endspiel erreichte hatten und die Berlin Recycling Volleys feststanden, gab es zunächst mal einigen organisatorischen Aufwand. Der Verein organisierte Fanpakete mit Fahrt, Eintrittskarten und Pokalshirts organisiert. Wir stimmten uns mit unseren Freunden vom Fanclub 7. Mann schon mal auf den besonderen Tag ein. Duelle zwischen Düren und Berlin sind schließlich immer etwas Besonderes, egal ob in der Bundesliga, in den Playoffs oder eben im Pokal, erst recht im Finale.

Am Sonntag ging es dann früh los. Hunderte Dürener Fans trafen sich am Dürener Bahnhof. Die Rurtalbahn stellte einen langen Sonderzug zur Verfügung, der sich um 9.30 Uhr Richtung Mannheim in Bewegung setzte. Während der Fahrt am Rhein entlang stimmten wir uns schon einmal ein. Die Vorfreude auf den Tag, der uns den ersten Titel der Vereinsgeschichte bescheren könnte, war ebenso spürbar wie die Anspannung. Drei Stunden nach der Abfahrt erreichte der Sonderzug die Haltestelle an der SAP-Arena. Die große Fangruppe zog über die Brücke hinüber zur wenige hundert Meter entfernten Halle.

Schnell noch ein paar Getränke organisieren, die Plätze auf der Tribüne einnehmen und Trommeln und Klatschpappen bereitmachen. Denn bald ging das Finale schon los. Begleitet von Flammen und der intensiven Anfeuerung von der Tribüne liefen unsere Spieler vor 10.689 Zuschauern in die Arena ein, dann die Berliner. 13.45 Uhr – Anpfiff zum sehnsüchtig erwarteten Finale.

Der sportliche Teil lässt sich leider schnell zusammenfassen. Unsere SWD Powervolleys waren den national in dieser Saison noch ungeschlagenen BR Volleys vor allem zu Beginn des Spiels deutlich unterlegen. 12:25 im ersten Satz. Während vor allem Grankin und Patch in den orangefarbenen Trikots zur Höchstform aufliefen, war unser Team mit dem Gegner und vielleicht auch mit der für die jungen Spieler ungewohnten Kulisse überfordert. Der zweite Satz lief mit einem 18:25 nicht viel besser. Im dritten Satz gingen unsere Jungs in Führung. Das gab uns auf der Tribüne neue Hoffnung und wir wurden noch lauter. In der Mitte des Satzes ging es dann hin und her. Erst ein Rückschlag von 12:10 auf 12:14, dann vier Punkte in Folge für uns. Jetzt schien unsere Mannschaft in Pokalform zu kommen und heiß zu laufen. Leider sorgten die Berliner Spieler dann doch für die Abkühlung. Mit 22:25 ging auch dieser Satz verloren. 0:3, der Traum vom historischen Pokaltriumph war endgültig geplatzt.

In dieser Situation war es sehr hilfreich, dass wir mit unseren Freunden aus der Hauptstadt in der Arena waren. Mit solch einer seit Jahren gefestigten Fanfreundschaft kann man solch eine Niederlage viel besser verkraften. Gemeinsam ein Bier (oder auch mehrere) zu trinken, macht das Leben leichter. Auch einige Spieler beider Teams kamen vorbei. Vielen Dank an dieser Stelle an unser Moskitos-Ehrenmitglied Bernd Paul für die Organisation und unsere Freunde vom Fanclub 7. Mann für die gemeinsame Zeit. Wie eingangs erwähnt wurde der Gesang mit „Düren und Berlin“ an diesem Nachmittag zum Soundtrack unseres Pokalfinales.

Pokalfinale 2020 Siegerehrung

Nach dem Endspiel der Frauen, dass Dresden im Tiebreak gegen Stuttgart gewann, waren wir zurück auf der Tribüne. Schließlich gab es noch die gemeinsame Siegerehrung. Dürens Bürgermeister Paul Larue durfte die Medaillen überreichen und wir feierten unser Team trotz der Niederlage nochmal mit lauten Düren-Rufen. Dass die Unterstützung ankam, zeigen die Kommentare aus der Mannschaft, die wir anschließend in den Berichten lesen konnten. Von „geisteskrank“ im positiven Sinne über „mega“, „spitze“, „Wahnsinn“ und „nie vergessen“ reichten da die Rückmeldungen. Vielen Dank für das Lob, Jungs! Wir unterstützen euch immer wieder gerne. Darum heißt es ja: 1 für Düren!

Auf der Rückfahrt wurde im Sonderzug trotz der langsam einsetzenden Müdigkeit noch weiter analysiert, diskutiert und gefeiert. Solch einen Tag gibt es schließlich für einen Verein wie Düren nicht jedes Jahr. Um 23.45 Uhr waren wir mit all den Erlebnissen im Gepäck zurück in Düren. Nun freuen wir uns darauf, dass wir die Berliner nächste Woche schon wieder sehen. Am Karnevalsdienstag (25. Februar) wird die gute Stimmung dann einfach beim Bundesliga-Heimspiel fortgesetzt. Vielleicht können wir die BR Volleys dann auch sportlich ärgern.

Wir gratulieren den Berlinern zum Pokalsieg, bedanken uns bei allen Fans, die dabei waren, für die tolle Stimmung und feuern unser Team auch in den nächsten Wochen weiter an.

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