Moskitos
Fanclub der SWD Powervolleys Düren

Neun Tage nach dem Pokalfinale gab es am Dienstag bereits das Wiedersehen mit unseren Freunden aus Berlin. Nach der klaren, schnellen 0:3-Niederlage in Mannheim wurde das Bundesliga-Heimspiel in unserer Arena wesentlich spektakulärer und dramatischer. Erst im Tiebreak mussten sich unsere SWD Powervolleys den BR Volleys geschlagen geben und sie waren nahe dran, der Spitzenmannschaft dieser Saison die erste Niederlage zu bescheren.

Die Arena leuchtete wegen der Shirts der Charity-Aktion #1fürDüren vor den Kameras von Sport1 hellblau und auch unsere Mannschaft glänzte diesmal von Beginn an. Gleich im ersten Satz setzte sie mit deutlich verbessertem Aufschlag und druckvollen Angriffen den hochkarätigen Gegner unter Druck. Die Jungs übernahmen sofort die Führung und gaben sie in diesem Satz nicht mehr her. Mit 25:21 ging der erste Satz an unser Team und in Düren herrschte am Karnevalsdienstag jecke Stimmung beim Spiel unter Freunden.

In den nächsten beiden Durchgängen erspielte sich unsere Mannschaft jeweils in der Mitte des Satzes fünf Punkte Vorsprung (14:9 im zweiten, 16:11 im dritten Satz), weil sie den Gegner mit starken Defensivaktionen gut im Griff hatte und mit spektakulären Angriffsaktionen mindestens auf Augenhöhe war. Die Stimmung wurde dementsprechend immer besser. Leider setzten sich die Berliner jedoch am Ende der beiden Sätze jeweils in der Verlängerung mit 28:26 und 32:30 durch. Schade, da fehlte nur ganz wenig, unsere Jungs waren richtig gut drauf.

Wer nun dachte, die BR Volleys würden das Spiel nach den beiden knappen Satzgewinnen nun durchziehen und unser Team abschießen, sah sich getäuscht. Auch im vierten Satz präsentierte sich unsere Mannschaft kampfstark und leidenschaftlich. Sie wurde mit einer knappen Führung belohnt, die sie diesmal passend in der Endphase des Satzes erhöhte. Mit einem 25:20 ging es in den Tiebreak. Was für ein Spiel.

Im Tiebreak schafften es unsere Spieler trotz allen Engagements leider nicht mehr, mit den Berlinern um den wieder mal starken Grankin mitzuhalten. Schnell wurde klar, dass der Entscheidungssatz an die Gäste gehen würde und mit einem 8:15 aus Dürener Sicht war es dann besiegelt.

Die SWD Powervolleys haben nach einem sehr hochklassigen, dramatischen Spiel immerhin einen Punkt gegen die weiterhin ungeschlagenen Berliner geholt. Vor allem die Leistungssteigerung nach den eher schwachen Auftritten der letzten Wochen gibt uns Zuversicht für den Rest der Hauptrunde und die Playoffs. Am Samstag steht nun ein äußerst wichtiges Auswärtsspiel an. In der Hamburger CU-Arena geht es gegen die SVG Lüneburg, den Konkurrenten um den sechsten Tabellenplatz.

„Düren und Berlin, Düren und Berlin, Düren, Düren, Düren und Berlin“ – dieser Gesang wird uns wohl noch lange im Ohr hängen bleiben. Er steht stellvertretend für das Erlebnis, das wir am Sonntag beim DVV-Pokalfinale in der SAP-Arena in Mannheim hatten. Darum ist dieser Beitrag auch keine rein sportliche Zusammenfassung, sondern ein Erlebnisbericht.

Nachdem unsere SWD Powervolleys am 8. Dezember mit dem Halbfinalsieg gegen Rottenburg das Endspiel erreichte hatten und die Berlin Recycling Volleys feststanden, gab es zunächst mal einigen organisatorischen Aufwand. Der Verein organisierte Fanpakete mit Fahrt, Eintrittskarten und Pokalshirts organisiert. Wir stimmten uns mit unseren Freunden vom Fanclub 7. Mann schon mal auf den besonderen Tag ein. Duelle zwischen Düren und Berlin sind schließlich immer etwas Besonderes, egal ob in der Bundesliga, in den Playoffs oder eben im Pokal, erst recht im Finale.

Am Sonntag ging es dann früh los. Hunderte Dürener Fans trafen sich am Dürener Bahnhof. Die Rurtalbahn stellte einen langen Sonderzug zur Verfügung, der sich um 9.30 Uhr Richtung Mannheim in Bewegung setzte. Während der Fahrt am Rhein entlang stimmten wir uns schon einmal ein. Die Vorfreude auf den Tag, der uns den ersten Titel der Vereinsgeschichte bescheren könnte, war ebenso spürbar wie die Anspannung. Drei Stunden nach der Abfahrt erreichte der Sonderzug die Haltestelle an der SAP-Arena. Die große Fangruppe zog über die Brücke hinüber zur wenige hundert Meter entfernten Halle.

Schnell noch ein paar Getränke organisieren, die Plätze auf der Tribüne einnehmen und Trommeln und Klatschpappen bereitmachen. Denn bald ging das Finale schon los. Begleitet von Flammen und der intensiven Anfeuerung von der Tribüne liefen unsere Spieler vor 10.689 Zuschauern in die Arena ein, dann die Berliner. 13.45 Uhr – Anpfiff zum sehnsüchtig erwarteten Finale.

Der sportliche Teil lässt sich leider schnell zusammenfassen. Unsere SWD Powervolleys waren den national in dieser Saison noch ungeschlagenen BR Volleys vor allem zu Beginn des Spiels deutlich unterlegen. 12:25 im ersten Satz. Während vor allem Grankin und Patch in den orangefarbenen Trikots zur Höchstform aufliefen, war unser Team mit dem Gegner und vielleicht auch mit der für die jungen Spieler ungewohnten Kulisse überfordert. Der zweite Satz lief mit einem 18:25 nicht viel besser. Im dritten Satz gingen unsere Jungs in Führung. Das gab uns auf der Tribüne neue Hoffnung und wir wurden noch lauter. In der Mitte des Satzes ging es dann hin und her. Erst ein Rückschlag von 12:10 auf 12:14, dann vier Punkte in Folge für uns. Jetzt schien unsere Mannschaft in Pokalform zu kommen und heiß zu laufen. Leider sorgten die Berliner Spieler dann doch für die Abkühlung. Mit 22:25 ging auch dieser Satz verloren. 0:3, der Traum vom historischen Pokaltriumph war endgültig geplatzt.

In dieser Situation war es sehr hilfreich, dass wir mit unseren Freunden aus der Hauptstadt in der Arena waren. Mit solch einer seit Jahren gefestigten Fanfreundschaft kann man solch eine Niederlage viel besser verkraften. Gemeinsam ein Bier (oder auch mehrere) zu trinken, macht das Leben leichter. Auch einige Spieler beider Teams kamen vorbei. Vielen Dank an dieser Stelle an unser Moskitos-Ehrenmitglied Bernd Paul für die Organisation und unsere Freunde vom Fanclub 7. Mann für die gemeinsame Zeit. Wie eingangs erwähnt wurde der Gesang mit „Düren und Berlin“ an diesem Nachmittag zum Soundtrack unseres Pokalfinales.

Pokalfinale 2020 Siegerehrung

Nach dem Endspiel der Frauen, dass Dresden im Tiebreak gegen Stuttgart gewann, waren wir zurück auf der Tribüne. Schließlich gab es noch die gemeinsame Siegerehrung. Dürens Bürgermeister Paul Larue durfte die Medaillen überreichen und wir feierten unser Team trotz der Niederlage nochmal mit lauten Düren-Rufen. Dass die Unterstützung ankam, zeigen die Kommentare aus der Mannschaft, die wir anschließend in den Berichten lesen konnten. Von „geisteskrank“ im positiven Sinne über „mega“, „spitze“, „Wahnsinn“ und „nie vergessen“ reichten da die Rückmeldungen. Vielen Dank für das Lob, Jungs! Wir unterstützen euch immer wieder gerne. Darum heißt es ja: 1 für Düren!

Auf der Rückfahrt wurde im Sonderzug trotz der langsam einsetzenden Müdigkeit noch weiter analysiert, diskutiert und gefeiert. Solch einen Tag gibt es schließlich für einen Verein wie Düren nicht jedes Jahr. Um 23.45 Uhr waren wir mit all den Erlebnissen im Gepäck zurück in Düren. Nun freuen wir uns darauf, dass wir die Berliner nächste Woche schon wieder sehen. Am Karnevalsdienstag (25. Februar) wird die gute Stimmung dann einfach beim Bundesliga-Heimspiel fortgesetzt. Vielleicht können wir die BR Volleys dann auch sportlich ärgern.

Wir gratulieren den Berlinern zum Pokalsieg, bedanken uns bei allen Fans, die dabei waren, für die tolle Stimmung und feuern unser Team auch in den nächsten Wochen weiter an.

Zum ersten Mal seit dem doppelten Spieltag in Friedrichshafen im Dezember 2018 fand am Samstagabend ein Spiel der SWD Powervolleys statt, bei dem die Moskitos nicht vor Ort dabei waren. Was die Fans aus der Ferne vom Auftritt bei den Netzhoppers KW-Bestensee zu sehen bekamen, war letztlich leider nicht besonders erfreulich. Denn nach den Heimsiegen gegen Friedrichshafen und Frankfurt gab es mit der 1:3-Niederlage einen neuen Rückschlag.

Der erste Satz war gleich spannend, vor allem als die Netzhoppers eine Dürener 12:9-Führung mit einem Ass zum 18:18 ausglichen. Es ging bis in die Verlängerung, in der unsere Jungs mit 27:29 den Kürzeren zogen.

Dann gerieten sie im zweiten Satz zunächst ins Wanken, lagen 2:6 zurück. Eine Auszeit und Egor Bogachevs Aufschläge brachten die Wende zum 10:8. Doch anschließend ging es wieder abwärts. Fünf Punkte für KW, 10:13 aus unserer Sicht. Eine erneute Aufholjagd von 14:19 auf 20:23 half nicht. Der Satz ging mit 22:25 verloren. 0:2-Rückstand gegen die Netzhoppers, das hatten am Donnerstag auch unsere Freunde von den BR Volleys erlebt.

Wir kannten die Situation natürlich ebenso selbst vom Heimspiel gegen Frankfurt am Mittwoch. Und nun in Bestensee noch so eine Aufholjagd? Zunächst sah es danach aus. Unsere Mannschaft machte im dritten Satz aus einem 6:8 ein 16:12 und ließ sich anschließend von den Netzhoppers nicht aufhalten. Mit dem 25:22 blieb sie im Spiel. Der erste Schritt zum Comeback war gelungen. Im vierten Satz wurden die Nerven sehr strapaziert, denn es ging die ganze Zeit hin und her, kein Team schaffte eine Punkteserie. Bis zum 23:23 war alles offen. Leider ließen es die Netzhoppers bei ihrem Matchball mit einem weiteren Ass krachen und entschieden das Spiel mit 25:23 für sich.

Die SWD Powervolleys bleiben damit vorerst Siebter. In genau einer Woche gibt es die nächste Chance, mit einem Sieg in der Tabelle nach oben zu klettern. Dann kommen die Helios Grizzlys Giesen in unsere Arena.

Das Heimspiel unserer SWD Powervolleys am Samstagabend gegen die Helios Grizzlys Giesen können wir wohl am besten in der Kategorie „Hauptsache drei Punkte“ verbuchen. Der 3:1-Sieg gegen das Team aus Niedersachsen war kein souveräner Erfolg und auch kein schönes Spiel, aber am Ende war es erfolgreich und das ist die wichtigste Erkenntnis. Unsere Mannschaft hat sich gegen einen in der Tabelle schlechter platzierten schwergetan, aber den Außenseiter – im Gegensatz zum Hinspiel – trotzdem bezwungen.

Am Anfang brauchten die Jungs, die mit Ivan Batanov anstelle von Blair Bann antraten, etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Doch in der Mitte des ersten Satzes gingen sie in Führung und später bauten sie den Vorsprung auf 20:16 aus. Eigentlich sah es gut aus. Doch plötzlich prallten mehrere Giesener Aufschläge von der Dürener Annahme ins Aus. Der Satz ging noch mit 23:25 verloren. Drohte da wieder eine schmerzhafte Niederlage? Im zweiten Satz blieb es sehr mühsam gegen die Gäste, die viel Druck ausübten. Düren ging wieder in Führung, hatte drei Punkte Vorsprung – und geriet in der Schlussphase wieder ins Wanken. Diesmal retteten sie jedoch ein 26:24. Ausgleich.

Je länger der dritte Satz dauerte, desto besser kam unsere Mannschaft ins Spiel. Giesen half mit einigen Aufschlagfehlern. So konnten wir diesmal etwas früher durchatmen. Mit 25:22 ging der Satz an Düren. In der Mitte des vierten Satzes war der Widerstand der Niedersachsen dann gebrochen. Die 15:10-Führung für unser Team war die Vorentscheidung. Nun gab es auch keinen Rückschlag, kein Zittern mehr. 25:18, Thema erledigt.

Unsere Mannschaft bleibt in der Tabelle vorerst Siebter, weil auch Frankfurt und Herrsching ihre Spiele am Samstagabend gewannen. Nächste Woche Sonntag tritt sie bei den Alpenvolleys in Innsbruck an. Ein Auswärtssieg in Österreich wäre auch mit Blick auf den Spielplan des kommenden Wochenendes ein großer Schritt bei der Aufholjagd.

Wenn die eigene Mannschaft mit 0:2 Sätzen und 22:24 im dritten Satz zurückliegt, besteht nicht allzu viel Hoffnung, an diesem Tag noch einen Sieg zu sehen. Doch genau das wurde den Fans am Mittwochabend beim Heimspiel unserer SWD Powervolleys gegen die United Volleys Frankfurt geboten. Im letzten Moment verhinderten sie eine drohende 0:3-Niederlage und drehten das Spiel nach einem verrückten dritten Satz noch komplett.

Es ging gut los, die ersten beiden Punkte für Düren und unsere Jungs (mit Ivan Batanov anstelle des frisch gekürten Olympiateilnehmers Blair Bann und mit dem geheilten Michael Andrei) hielten den knappen Vorsprung lange. Erst beim 16:15 gab es die erste Führung für Frankfurt. Dann wurden daraus zwei Punkte Rückstand, die bis zum Schluss blieben. Der Satz ging mit 23:25 verloren. Schade.

Anschließend wurde es ziemlich unruhig. Bälle fielen auf den Boden, statt übers Netz gespielt zu werden. Unsere Mannschaft ließ den Gegner davonziehen, 3:8. Das sah in dieser Phase nicht gut aus. Im Laufe des Satzes bekamen die Jungs den starken Frankfurter Angreifer Yanagida besser in den Griff und verkürzten den Rückstand. Aber in der Schlussphase meldeten sie die Gäste zurück – 20:25. Der Wille war bei unserer Mannschaft erkennbar, die Leistung aber noch nicht gut genug.

Auch im dritten Satz gerieten sie in Rückstand. Doch nun wurde es ein hart umkämpftes Spiel. Düren wollte nicht verlieren und Frankfurt wollte das Duell nicht verlängern. Die Hessen hatten zunächst leichte Vorteile. Sie hatten dann auch Matchbälle, aber unsere Jungs kamen noch in die Verlängerung, u.a. dank Philipp Schumanns Aufschlägen. Jetzt wurde es richtig spannend. Es ging hin und her, als wollten die beiden Kontrahenten einen neuen Rekordsatz spielen. Mit 36:34 gewann Düren den Satz und alle Beteiligten in der Arena atmeten einmal tief durch.

Im vierten Satz nahm unsere Mannschaft den Schwung mit. Sie ging sofort in Führung und hatte den Gegner nun besser im Griff. Frankfurt blieb bis kurz vor Schluss dran, aber Düren setzte sich letztlich auf 25:21 ab. Tiebreak!

Rückstand Düren, Aufholjagd, am Ende erfolgreich. So lässt sich nicht nur das Spiel, sondern auch der Tiebreak zusammenfassen. Erst 5:8 aus Dürener Sicht, aber Tobias Brand leitete in diesem von den Youngstern geprägten Spiel die Wende ein. Aus dem 5:8 wurde ein 10:8 und schließlich ein 15:13. Das Comeback war vollendet!

Mit diesem Erfolg bleibt der vierte Tabellenplatz, den jetzt Lüneburg von Frankfurt übernommen hat, in Sichtweite. Drei Punkte ist er entfernt. Am Samstag bei den Netzhoppers und eine Woche später gegen Giesen geht es weiter. Dann können die Jungs weitere Punkte für die Aufholjagd sammeln.

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