Im ersten von zwei Duellen in der Türkei haben unsere SWD Powervolleys im CEV-Pokal eine ganz knappe 2:3-Niederlage gegen Galatasaray HDI Istanbul kassiert. Bei der formal als Heimspiel gelisteten Partie wurden sie nach verlorenem ersten Satz immer stärker, behielten zwei Sätze lang die Nerven und mussten sich am Ende noch in einem dramatischen Tiebreak geschlagen geben.

Im ersten Satz lief es noch nicht so gut für unsere Mannschaft. Doch wir bekamen davon zunächst nur die Zahlen auf dem Liveticker zu sehen, der einen deutlichen Rückstand und letztlich ein 19:25 aus Dürener Sicht anzeigte. Irgendwann sprach sich dann herum, dass der Livestream nicht auf Youtube, sondern auf der Website galatasaray.com ausgestrahlt wurde.

Kaum hatten wir die Bilder aus der Türkei, lief es viel besser für unsere Jungs. Über 8:5 zogen sie auf 16:10 davon und zeigten den favorisierten Istanbulern mal, dass auch in Deutschland sehr guter Volleyball gespielt wird. Doch Galatasaray kämpfte sich mit seinem puertoricanischen Topangreifer Torres zurück und der Vorsprung schmolz immer mehr. Am Ende behielten unsere SWD Powervolleys die Nerven und machten nach dem 24:24-Ausgleich die nächsten beiden Punkte zum 26:24.

Vom türkischen Kommentar konnten wir außer „Powervolleys“ und den Namen unserer Spieler nichts verstehen: „Powervolleys … was Türkisches … Brand …was Türkisches … Gevert …“ Laut zu hören waren allerdings die Düren-Rufe der Auswechselspieler, die uns Moskitos sehr gut vertraten. Es gab auch genug Grund zur Freude, denn wieder lag unsere Mannschaft mit fünf Punkten Vorsprung klar vorne. Ebenso wiederholte sich allerdings das Zittern am Satzende. Beim 25:23 blieben wieder zwei Punkte mehr für Düren übrig. 2:1-Satzführung gegen Istanbul, was für ein starkes Spiel!

Zu Beginn des vierten Satzes liefen unsere Jungs einem Rückstand hinterher. Sie blieben aber mutig und schafften in der Mitte des Durchgangs die Wende. Beim 22:20 war der Sieg schon zum Greifen nahe. Torres prallte gegen den Netzpfosten und schien angeschlagen. Leider brachte unsere Mannschaft diesmal den Vorsprung nicht ins Ziel, sondern verlor den Satz noch mit 23:25.

Der Tiebreak wurde dann extrem spannend. Istanbul begann den Entscheidungssatz besser. Doch nach drei Punkten Rückstand erlebten wir von den Bildschirmen fast ein Déjà-vu des Frankfurt-Spiels vor zwei Tagen. Aus 6:9 wurde ein 9:9, da war alles drin. Matchball der Türken abgewehrt, war das spannend. Doch der letzte Punkt ging an Istanbul und die SWD Powervolleys unterlagen mit 14:16.

Das Rückspiel findet bereits am morgigen Mittwoch ebenfalls um 19 Uhr deutscher Zeit (21 Uhr Ortszeit) statt. Unsere Mannschaft braucht dann auf jeden Fall einen Sieg, um noch in die nächste Runde zu kommen. Bei einem 3:0- oder 3:1-Erfolg wäre sie direkt weiter, bei einem 3:2 für Düren würde anschließend noch der Golden Set (nach Tiebreak-Regeln) gespielt, um den Gesamtsieger dieses Duells zu ermitteln. Also morgen wieder den Livestream einschalten und ganz fest die Daumen drücken!