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Daisy und der SCC stoppen evivo nicht
11.01.10

Es gab einige Hürden, die unseren Jungs am Wochenende im Weg standen. Aber weder das Wetter noch der Dauerrivale SCC Berlin mit 4000 Fans im Rücken verhinderten die Fortsetzung der Dürener Erfolgsserie.

Im Gegensatz zum Fußball und anderen Sportarten, die unter freiem Himmel absolviert werden, ist Volleyball grundsätzlich unabhängig vom Wetter, weil sowohl die Spieler als auch die Zuschauer während der Ausübung ihrer Tätigkeit ein Dach über dem Kopf haben. An diesem Wochenende brachte jedoch eine Frau die gesamte Herren-Bundesliga in Unruhe. Dabei ist Daisy weder Schiedsrichterin noch Trainerin, sondern einfach nur ein Tief, vor dem allerdings ganz Deutschland zitterte, weil Daisy viel Schnee und auch etwas stürmischen Wind im Gepäck hatte. Deshalb brauchten unsere Jungs viel länger als gewohnt für die Anreise nach Berlin, die die meisten Moskitos/as der eigentlich fest eingeplanten Tour aus Vorsicht erst gar nicht antraten. So trug unter den knapp 4000 Zuschauern in der großen Max-Schmeling-Halle nur etwa jeder Tausendste ein Hemd in den rot-weißen Farben der Moskitos.

Die Zahl der einsatzfähigen Spieler im evivo-Team war kaum größer. Ähnlich wie bereits drei Tage zuvor brauchte sich unser Trainer kaum Gedanken über die Aufstellung zu machen, weil es an Alternativen mangelte. Es gab also nicht so viele Argumente für evivo, das auf einen personell voll ausgestatteten Gegner mit Heimvorteil traf und bereits das Hinspiel in eigener Arena gegen den SCC mit 0:3 verloren hatte – außer der Erfolgsserie! Denn die Ereignisse zu Beginn der Saison erscheinen aus heutiger Sicht wie eine längst vergangene Zeit. Unsere Jungs sind seit der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen die Netzhoppers rund 50 Kilometer südlich der Max-Schmeling-Halle ungeschlagen und ließen sich in dieser Zeit weder von personellen Problemen noch von der Klasse der Gegner beeindrucken. Mit Haching (auswärts) und Friedrichshafen (in Düren) mussten sogar die beiden Mannschaften dran glauben, die in der Bundesliga-Tabelle noch vor evivo stehen, und auch der SCC musste sich im Pokal-Viertelfinale beugen.

Deshalb erkannte unser Gegner vom Sonntag vor der Partie auf der Vereinshomepage „die Zeit der Revanche“ und wollte mit einem Sieg unbedingt an uns vorbei ziehen. Was die Menschen in der Halle und die daheimgebliebenen Dürener in der Live-Übertragung bei spobox.tv allerdings wirklich zu sehen bekamen, entsprach diesen Wünschen überhaupt nicht. Unsere Jungs holten die ersten Punkte des Spiels und bauten den Vorsprung allmählich aus. Sie spielten so sicher und souverän, als hätten sie nie irgendwelche Probleme gehabt, und gewannen den ersten Satz. Berliner, die unsere jüngsten Ergebnisse studiert hatten, hofften nun vielleicht auf die traditionelle Schwächephase, die evivo oft im zweiten oder dritten Satz ereilt, aber selbst ein solcher Rückschlag blieb diesmal aus. Im dritten Durchgang versuchte der SCC noch mal, die Pleite abzuwenden, und konnte dabei Matchbälle abwehren. Aber evivo sorgte mit einem Block zum 29:27 für den überraschend deutlichen 3:0-Auswärtssieg im Traditionsduell der ewigen Rivalen.

Als nächste Gegner haben nun am Mittwoch in unserem „Volleyballtempel“ der TV Bühl, mit HubschrauberBerto und Raka, sowie am Samstag Auswärts die Häfler die Möglichkeit evivo zu stoppen.
Auch wenn wir es uns sicherlich nicht wünschen, irgendwann geht diese unglaubliche Serie mal zu Ende, aber bis dahin erfreuen wir Moskitos/as uns an den tollen Spielen, die uns diese Mannschaft rund um Trainer Susi bietet!

- Markus Schnitzler -