Moskitos
Fanclub der SWD Powervolleys Düren

Kurz vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen Lüneburg kam Michael Andrei zu den Moskitos an die Bande. Wir sollen heute besonders viel Stimmung machen, denn er habe besonders viel Bock auf dieses Spiel, meinte er. Aber klar doch, machen wir. Schließlich galt es nicht nur, die Heimserie zu verteidigen und zuhause ungeschlagen zu bleiben. Besonders wichtig war die Partie auch, weil die Lüneburger als erster Verfolger in der Bundesliga-Tabelle auf zwei Punkte herangerückt waren.

Wie beginnt man ein solches Duell am besten? Mit einem Aufschlag-Ass! Dachte sich wohl auch Stijn d’Hulst und erzielte auf diese Weise den ersten Punkt des Spiels. Unsere Jungs blieben anschließend in Führung, auch wenn sich Lüneburg deutlich wehrte und nicht alles klappte. In beiden Auszeiten stand die höhere Zahl auf unserer Seite. Beim Stand von 24:22 gab es Satzbälle, doch der Satz ging noch in eine spannende Verlängerung. Unsere Mannschaft behielt am Ende die Nerven und setzte sich mit 29:27 durch.

Den Ton angeben und zeigen, wer die Hausherren sind – das hatten sich die SWD Powervolleys für diese Partie vorgenommen. Im zweiten Satz setzten sie diesen Plan weiterhin um. In beiden Auszeiten hatten sie zwei Punkte Vorsprung. Ein starker Endspurt brachte das 25:20 und den zweiten Satzgewinn.

Während der Zehn-Minuten-Pause verlor sie irgendwo den Faden. Denn nach der Pause kamen die Lüneburger besser ins Spiel. Die Gäste übernahmen die Führung und bei unserer Mannschaft wurde das Spiel etwas unruhiger und weniger konsequent. Beim Stand von 7:12 erzielte sie dann drei Punkte in Folge, ein erster Hoffnungsschimmer. Lüneburg blieb jedoch vorne. Unsere Jungs kämpften weiter, kamen fast noch heran, aber der Satz ging mit 23:25 verloren.

Im vierten Satz war es von Beginn an spannend. Ein Punkt Vorsprung für die Gäste bei der ersten Auszeit, dann 16:13 für unsere Mannschaft. Doch eine Vorentscheidung war dies in dem umkämpften Spiel nicht. Bis zum Schluss war es eine knappe Entscheidung. Satzball für Düren beim 24:23. Wie beendet man ein solches Duell? Natürlich mit einem Ass! Diesmal war es Karli Allik, der den Ball ins gegnerische Feld schlug.

In der Tabelle hat unsere Mannschaft nun 23 Punkte und damit fünf mehr als die Lüneburger und die Alpenvolleys, die parallel mit 0:3 in Bühl unterlagen. Nächste Woche Sonntag fahren wir nach Frankfurt. Mit einem Sieg gegen die United Volleys könnte Düren weitere wertvolle Punkte einsammeln. Michael Andrei und seine Mitspieler werden wieder sehr motiviert sein.

Am Dienstag traten unsere SWD Powervolleys zum Hinspiel des CEV-Pokal-Viertelfinales bei Ziraat Bankası Ankara an. Das war ein Spiel, bei dem kein Moskito live vor Ort dabei sein konnte. Deshalb hieß es, nach einer Übertragung im Internet zu suchen. Die gab es dann auch in Form eines Facebook-Livevideos auf der Seite der Gastgeber. Das Video stand die ganze Zeit auf dem Kopf, aber wir konnten immerhin sehen, wie unsere Jungs den hochkarätigen Gegner ebenfalls fast auf den Kopf stellten. Sie verloren das Spiel zwar mit 0:3, hielten in allen drei Sätzen aber gut mit.

Im ersten Satz kämpften sie sich gegen den Tabellenführer der starken türkischen Liga, bei dem u.a. Denis Kaliberda spielt, von 7:11 auf 12:12 heran. In der Endphase des Satzes musste sie sich zwar mit 20:25 geschlagen geben, doch sie zeigten bereits, dass sie sich weder von den Stars auf der anderen Seite noch vom lauten Publikum beeindrucken ließen.

Der zweite Satz wurde dann noch viel spannender. Ein 6:9 drehte unser Team zu einer 13:11-Führung. Ankara musste sich richtig anstrengen, um sich als Favorit durchzusetzen. Das gelang ihnen dann auch nur hauchdünn mit 26:24. Ein unglücklicher Satzverlust für unsere Jungs, doch zugleich ein Zeichen, dass für sie etwas möglich ist.

Ein weiteres Zeichen setzten sie mit einem 8:4 im dritten Satz. Anschließend erhöhte Ankara allerdings den Druck und holte sich die Führung zurück. Bis zum 14:16 blieb die Hoffnung, dann setzten sich die Gastgeber mit all ihren Qualitäten durch und vollendeten ihren Sieg mit einem 25:19.

Unsere Jungs brauchen als im Rückspiel, das am 31. Januar um 19.00 Uhr in unserer Arena angepfiffen wird, einen 3:0- oder 3:1-Sieg sowie anschließend einen erfolgreichen Golden Set, um noch das Viertelfinale zu erreichen. Mit dem Heimvorteil und einer ähnlichen starken Leistung in der Türkei ist für die SWD Powervolleys noch alles möglich. Wir können mit guter Stimmung dabei helfen. Vorher stehen aber noch zwei sehr wichtige Bundesligaspiele gegen Lüneburg und in Frankfurt auf dem Programm.

Unsere SWD Powervolleys gewinnen das Heimspiel gegen Herrsching mit 3:2 und einem 15:11 im Tiebreak. Diese Meldung alleine wäre nicht ungewöhnlich. Schließlich kennen wir die Bayern vom Ammersee aus den vorherigen Duellen als unbequemen Gegner ebenso wie die Heimstärke unseres Teams in der aktuellen Saison. Wie es jedoch am Mittwochabend zu diesem Endergebnis kam, konnte nach dem Spiel niemand so richtig erklären. Denn der Verlauf dieser wichtigen Partie war ziemlich ungewöhnlich. Eine 0:3-Niederlage rückte dabei bedrohlich nahe.

Die Herrschinger kamen besser ins Spiel, gingen im ersten Satz 8:5 in Führung. Unsere Mannschaft präsentierte sich ungewohnt unruhig. War es die Müdigkeit nach diesem anstrengenden Dezember? Jedenfalls fanden viele Dürener Aufschläge nicht das Ziel und insgesamt war das Spiel zu instabil, um die Gäste unter Druck zu setzen. So liefen unsere Jungs dem Rückstand hinterher und verloren den Satz mit 23:25.

Der zweite Satz begann ebenfalls mit einem 5:8. Doch nun schien unsere Mannschaft rechtzeitig zu reagieren. Sie spielte zwar weiterhin nicht gut, ging aber mit 16:14 in Führung. Kurz vor Schluss verspielte sie den Vorsprung durch einige Fehler und musste den Satz mit 24:26 abgeben.

Okay, zehn Minuten Pause. Jetzt den Kopf frei bekommen, neu konzentrieren und angreifen. Das konnte doch nicht so weitergehen, oder? Im dritten Satz fehlte unserem Team weiterhin die Sicherheit im Spiel. Kleiner Zwischensprint von 8:10 auf 13:11. Jawohl, jetzt aber! Nein, die Schwächen im Aufschlag und insgesamt blieben ein treuer Begleiter. Kurz vor Schluss waren es wieder drei Punkte Rückstand. Mit großer Mühe retteten unsere Jungs den Satz – 25:23.

Welche Reaktion würden wir jetzt bei beiden Mannschaften erleben? Auch im vierten Satz blieb es eine Zitterpartie für Düren. Führung bei beiden technischen Auszeiten, aber bei 25:24 hatte Herrsching seinen ersten Matchball. Abgewehrt! Auch die nächsten beiden Punkte gingen an unser Team, das sich damit in den Tiebreak rettete.

Nun wurde das Dürener Spiel allmählich etwas besser, zumindest im Vergleich zu dem, was wir an diesem Abend bisher erlebt hatten. Die eine oder andere erfolgreiche Aktion brachte unsere Mannschaft in Führung. Einige Minuten später war das außergewöhnliche Comeback dann endgültig erfolgreich. 15:11 für die Gastgeber und damit ein 3:2-Sieg.

Die Arena Kreis Düren bleibt somit in der gesamten Hinrunde eine Festung, auch wenn wir nun ganz nah an der ersten Heimniederlage der Saison waren. Jetzt können sich die Jungs über eine Pause freuen. Erst am 14. Januar in Berlin geht es weiter, aber dann geht es wieder richtig rund mit den Bundesliga-Duellen gegen die BR Volleys, Lüneburg, Frankfurt und die Alpenvolleys sowie dem Achtelfinale im CEV-Pokal gegen Ankara am 16. und 31. Januar.

Berlin ist jedes Mal eine mehrtägige Reise wert. Da können wir Moskitos viel erleben, treffen die befreundeten Berliner Fans und sehen mittendrin auch noch ein Volleyballspiel in der Max-Schmeling-Halle. Letzteres verlief für unsere SWD Powervolleys am Sonntag leider erfolglos. Beim amtierenden Meister gab es eine 1:3-Niederlage.

Im ersten Satz gab es für das Dutzend Dürener Fans vor Ort und die daheim mitfiebernden Fans wenig Anlass zur Freude. Unserer Mannschaft gelang es zunächst nicht, die BR Volleys unter Druck zu setzen. Sie fand keine guten Lösungen und nutzte ihre Chancen nicht. Daher lag sie 13:21 zurück. Als Edvarts Buivids eingewechselt wurde und einige gute Aufschläge servierte, kämpfte sich unser Team ins Spiel und verkürzte auf 22:23. Ging da noch was? Nicht ganz. Berlin gewann den Satz mit 25:22.

Die Aufholjagd sorgte jedoch dafür, dass unsere Mannschaft nun besser im Spiel war. Sie präsentierte sich nun stabiler und konsequenter, während die Berliner uns noch mit einigen Aufschlagfehlern halfen. Eine 21:18-Führung für Düren schien die endgültige Wende in diesem Duell zu bedeuten. Doch unsere Jungs schafften es leider nicht, diesen Vorsprung ins Ziel zu bringen und gaben den Satz unnötig mit 23:25 ab. Im dritten Satz entwickelte sich aus einem umkämpften Spiel heraus wieder ein 21:18 für uns. Erneut tat sich unser Team schwer, den Satz zu gewinnen, doch diesmal blieben zwei Punkte Vorsprung auf unserer Seite.

Damit war es jedoch vorbei mit der Herrlichkeit. Im vierten Satz steigerten sich die bisher nicht überragenden Gastgeber. Sie erhöhten den Druck, packten im Block zu und gingen schnell und deutlich in Führung. Da konnte unser Team nicht mehr mithalten. 11:16 und am Ende 19:25, da war nichts mehr zu holen.

Damit bleibt Düren Tabellenvierter in der Bundesliga. In den nächsten Wochen kommen nun die ganz wichtigen Spiele zuhause gegen Lüneburg und die Alpenvolleys sowie auswärts in Frankfurt. Doch am Dienstag blicken wir zunächst in die Türkei, wo die SWD Powervolleys im CEV-Pokal-Achtelfinale gegen Ziraat Bankası Ankara antreten.

 

Rund 350 Kilometer ist Groningen von Düren entfernt. Im Vergleich zu anderen Duellen, die im Europapokal möglich sind, ist das eine überschaubare Entfernung. Daher war es klar, dass einige Moskitos das Team am Donnerstagabend vor Ort unterstützen würden. Nach dem souveränen 3:0-Sieg im Hinspiel sprach zudem auch viel dafür, dass es im Martini Plaza für uns einen Grund zum Jubeln geben würde. Schließlich fehlten „nur“ noch zwei erfolgreiche Sätze zum Einzug ins Achtelfinale des CEV-Pokals. Unsere Mannschaft gewann auch zwei Sätze, allerdings auf viel spannendere und dramatischere Art als gedacht. Denn der zweite gewonnene Satz war erst der Golden Set. Dieser zusätzliche Entscheidungssatz wurde nötig, weil unsere Jungs die Partie mit 1:3 verloren.

Der erste Satz des Spiels nahm bereits einen unangenehmen Verlauf. Aus einem 8:7 wurde ein 9:16, weil unsere Mannschaft immer wieder am gegnerischen Block scheiterte. Die Groninger kamen in Schwung und holten sich den Satz mit 25:18.

Von diesem Rückschlag erholten sich die SWD Powervolleys schnell. Den zweiten Satz gestalteten sie ähnlich souverän, wie wir es zwei Wochen zuvor im Hinspiel erlebt hatten. Über 8:4 und 16:9 kamen sie zum 25:16. Marvin Prolingheuer schoss sich warm und ebnete den Weg zum Topscorer der Partie (33 Punkte).

Wer nun allerdings dachte, unsere Mannschaft hätte das Spiel im Griff, sah sich leider getäuscht. Denn ihr fehlte auch an diesem Abend die Konstanz. Obwohl sie zunächst 8:5 führte, fand sie keine Sicherheit. Groningen meldete sich zurück, übernahm die Führung und ließ sich auch von einer kurzen Dürener Aufholjagd zum 20:21 nicht davon abhalten, den Satz 25:23 zu gewinnen.

Der fehlende zweite Satzgewinn für Düren oder ein 3:1-Sieg für Groningen? Mit dieser Frage ging es in den vierten Satz. Lange sah es so aus, als könnte sich unsere Mannschaft durchsetzen, sie bei beiden Auszeiten deutlich führte. Doch die Niederländer kamen erneut heran. Beim Stand von 21:22 aus unserer Sicht sorgte dann eine Fehlentscheidung der Unparteiischen für Unruhe und brachte Groningen auf den Weg zum 25:22.

Die Gastgeber glichen mit ihrem 3:1-Sieg das Dürener 3:0 aus dem Hinspiel aus. Gemäß der Europapokal-Regeln stand nun also ein Golden Set, ein wie ein Tiebreak bis 15 Punkte gespielter Entscheidungssatz auf dem Programm. Die Zitterpartie erreichte damit ihren Höhepunkt und die Spannung blieb bis zum letzten Ballwechsel. 15:13 hieß es am Ende. Was für ein verdammt knapper und dramatischer Erfolg für unser Team!

Im Achtelfinale trifft Düren nun auf Ziraat Bankasi Ankara. Zunächst geht es Mitte Januar, kurz nach dem Berlin-Spiel in die Türkei, bevor zwei Wochen später das Rückspiel in unserer Arena stattfindet. Ob es dann auch wieder zu einem solch spannenden Höhepunkt kommen wird, wissen wir noch nicht. Klar ist jedoch, dass die Chance auf Moskitos beim Auswärtsspiel ziemlich gering ist. Schließlich ist Ankara rund 2600 Kilometer weiter von Düren entfernt als Groningen.

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