Moskitos
Fanclub der SWD Powervolleys Düren

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ So lautet die Kurzfassung des Gesetzes, das der Amerikaner Edward Murphy einmal formulierte. Der zweite Spieltag der Bundesliga-Saison 2017/18 lieferte dafür aus Dürener Sicht einen Beleg. Rund um das Auswärtsspiel in Lüneburg jagte ein Problem das nächste. Am Morgen kamen einige Moskitos mit Verspätung, aber dank der Hilfe des Sponsors Peterhoff noch rechtzeitig in Schwung. Auch vor Ort lief nicht alles rund und da passte es ins Bild, dass unsere Mannschaft beim Spiel in der Gellersenhalle ein deutliches 0:3 kassierte.

Die Lüneburger präsentierten sich vor allem im Aufschlag von Beginn an stark. Unsere Jungs hingegen zeigten – im Gegensatz zum 3:0-Sieg gegen Berlin vor einer Woche – viele Fehler und Schwächen. Im ersten Satz schafften sie es immerhin noch, nach Rückständen wieder heranzukommen oder auch mal auszugleichen. Da war bei den Moskitos vor Ort immer wieder die Hoffnung da, dass die SWD Powervolleys noch die Wende schaffen. Eine vergebliche Hoffnung. Der Satz ging trotzdem mit 21:25 verloren.

Ab dem zweiten Satz gab es dann immer weniger Anlässe zum Jubeln und Feiern. Unsere Mannschaft fand nicht mehr ins Spiel, produzierte zu viele Fehler, wobei die sehr niedrige Decke in der kleinen Halle nur ein Teil des Problems war. Daher stießen die Gastgeber auf wenig Gegenwehr und zogen klar davon, im zweiten Satz über 16:9 auf 25:16. Im dritten Durchgang wurde es nicht besser für uns. Nach einem ähnlich einseitigen Verlauf mussten sich unsere Jungs mit 17:25 geschlagen geben und ohne Satzgewinn nach Hause fahren.

Zum Glück gilt Murphys Gesetz nicht jeden Tag. Vielleicht haben wir das schlechteste Dürener Spiel in dieser Saison nun schon hinter uns. Nächsten Sonntag gegen die United Volleys Rhein-Main können wir ein Erfolgserlebnis dringend brauchen. Denn bisher gab es gegen die Frankfurter immer wieder das, was wir gerade auch in Lüneburg erlebt haben: eine deutliche Niederlage.

War das vor dem Anpfiff schon ein gutes Omen? Über dem Tor, durch das die SWD Powervolleys am Samstagabend zum Heimspiel gegen die Berlin Recycling Volleys einliefen, hing ein Werbebanner des Dürener Kinos. Hier kommen die Helden – so wirkte das gleich zu Beginn. Wie deutlich sich das bestätigen sollte, ahnte kurz vor 19:30 Uhr jedoch niemand an diesem Abend. Das Ergebnis war allerdings eindeutig. Am Ende stand ein 3:0-Sieg für Düren.

Spiele zwischen Düren und Berlin sind schon seit Jahren etwas Besonderes in der Volleyball-Bundesliga. Nicht nur wegen vieler attraktiver Spiele, sondern vor allem auch wegen der engen Freundschaft zwischen den Moskitos und dem 7. Mann, dem Fanclub aus der Hauptstadt. So trafen sich die Fans auch zum Bundesliga-Auftakt bereits einige Stunden vor dem Anpfiff. Die Stimmung war natürlich gut. Während des Spiels am Abend hatten dann nur noch die Moskitos Grund zur Freude.

Der erste Punkt des ersten Spiels ging zwar an Berlin, doch unsere Jungs übernahmen schnell die Kontrolle. Schon vor der ersten technischen Auszeit lagen sie mit bis zu vier Punkten vorne. Das war schon eine erste Ansage: Hier geht was! Im Laufe des Satzes wurde die Führung sogar noch deutlicher. Nicht gegen einen eher kleinen Gegner, sondern gegen den amtierenden deutschen Meister, den Titelverteidiger. Auch eine leichte Steigerung seitens der Gäste änderte nichts daran, dass sich unsere Jungs mit einem 25:21 den ersten Satz der Saison sicherten.

Okay, schon mal einen Satz gewonnen. Aber irgendwann kommen die Berliner doch sicherlich in Schwung. Irgendwann wird es anstrengend. So leicht geht das sicherlich nicht weiter. Mit derartigen Gedanken ging es in den zweiten Satz. Ein typischer Fall von „Denkste“! Weiterhin bestimmte nur eine Mannschaft das Spiel, nämlich unsere. Vier Punkte Vorsprung bei der ersten Auszeit, der gleiche Unterschied bei der zweiten Unterbrechung. Es lief einfach bei unseren Jungs und die BR Volleys fanden kein Gegenmittel. 25:22 für Düren.

Auch nach der Zehn-Minuten-Pause ging unsere Mannschaft schnell in Führung. Doch nun konterten die Gäste.  Da gab es auch mal ein, zwei Punkte Vorsprung für Berlin. Lassen sich unsere Jungs davon verunsichern? Werden sie unruhig? An diesem Abend jedenfalls nicht. Auf jeden Rückstand fanden sie eine passende Antwort und in der Schlussphase sorgten sie mit den Aufschlägen für den nötigen Druck. Bei den letzten Ballwechseln wurde es noch lauter als vorher und als der Matchball zum 25:21 verwandelt war, gab es einfach nur noch lauten Jubel in der Arena. 3:0 gegen Berlin! Wahnsinn! Einen besseren Saisonbeginn könnte sich kein Regisseur ausdenken.

Nach dem Spiel ging es dann wieder gemeinsam in die Kneipe. Die Berliner Fans waren natürlich ziemlich fassungslos angesichts der deutlichen Klatsche für ihr Team und die Moskitos umso besser gelaunt. Doch die Fanfreundschaft bleibt unabhängig vom jeweiligen Ergebnis sowieso eine feste Verbindung. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Begegnung mit unseren Freunden aus der Hauptstadt.

Mücken sind dafür bekannt, dass sie im Sommer besonders aktiv sind. Bei den Moskitos in Düren ist das anders, denn sie sind vor allem vom Herbst bis zum Frühjahr aktiv, wenn die Volleyball-Saison läuft. Doch auch in der Zeit zwischen dem Ende der einen und dem Beginn der nächsten Saison leben die Moskitos und sind nicht untätig. Das soll dieser Bericht zeigen.

Nächste Veranstaltungen

29Okt
5Nov

Login Form

Zum Seitenanfang